{"id":1080,"date":"2015-10-31T23:59:59","date_gmt":"2015-10-31T22:59:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1080"},"modified":"2015-11-02T22:12:16","modified_gmt":"2015-11-02T21:12:16","slug":"schriftsteller-gruppensex-und-sprachmoerder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1080","title":{"rendered":"Schriftsteller, Gruppensex und Sprachm\u00f6rder"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1182\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/william-150x150.png\" alt=\"william\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p>\n<h1>Wissen deutsche Schriftsteller noch, wie sie hei\u00dfen und was sie sind?<\/h1>\n<h1>Wollen sie gleichgestellt werden?<\/h1>\n<h1>Warum l\u00fcgen Sexisten so gerne?<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">1. Teil<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(es gibt f\u00fcnf Teile)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gibt es Antworten? Es sieht nicht danach aus. Beim diesj\u00e4hrigen Schriftstellerkongress hat der Landesverband Berlin\/Brandenburg vorgeschlagen, den \u201eVS Verband deutscher Schriftsteller\u201c in \u201eVSS Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c umzubenennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Warum?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Warum nicht?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schwer zu sagen. Sie konnten sich nicht einigen. Nun wollen sie eine Umfrage durchf\u00fchren. Ich finde, sie sollten es lassen. Es ist blamabel genug! Wenn die Schriftsteller heute nicht mehr wissen, wie sie sich nennen sollen, schlage ich den Namen \u201aClub der toten Dichter\u2019 vor. Oder wenn ihnen das lieber ist: \u201aClub der toten Dichterinnen und Dichter\u2019.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn die Schriftsteller aufgrund ihres besonderen Umgangs mit der Sprache, den man eigentlich von ihnen erwartet, nicht in der Lage sind, selbst eine passende Bezeichnung zu finden, dann m\u00fcssen sie eben eine Werbeagentur beauftragen oder eine Expertin wie der\/die\/das <a href=\"http:\/\/feministisch-sprachhandeln.org\/leitfaden\/kapitel2\/\">Profx<\/a> Hornscheidt von der Humboldt-Universit\u00e4t um Rat bitten, die vermutlich \u201eSchriftstellx\u201c vorschlagen w\u00fcrde oder aber bei den Abgeordneten der Gr\u00fcnen, der Linken, der SPD oder der CDU\/CSU nachfragen, welche Bezeichnung man ihnen entsprechend der aktuellen Gesinnungslage zubilligt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum konnten sie sich nicht einigen? Dagegen sprach unter anderem, dass die Namens\u00e4nderung mit nicht unbetr\u00e4chtlichen Verwaltungskosten verbunden ist und dass der Name inzwischen eine gewisse Tradition hat (als wenn es keine wirklich gewichtigen Gr\u00fcnde g\u00e4be, die dagegen sprechen), daf\u00fcr sprach nur ein einziges Argument: der Gleichstellungsaspekt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das sehe ich ganz anders. Der Gleichstellungsaspekt ist kein Argument <strong>daf\u00fcr<\/strong>, sondern <strong>dagegen<\/strong>. Gleichstellung und Schriftsteller: das geht gar nicht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist nicht die Aufgabe der Schriftsteller, Gleichstellungspolitik zu betreiben, sondern vielmehr, sich ihr entgegenzustellen. Schriftsteller sollten die Falschheiten dieser Politik nicht besinnungslos \u00fcbernehmen, sie sollten sie vielmehr aufdecken. Schriftsteller h\u00e4tten dazu auch das geeignete Werkzeug: ihren Sinn f\u00fcr Sprache.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Menschen sind nicht gleich. Gruppen sind es auch nicht.<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was bedeutet Gleichstellung? Gleichstellung geht von Gruppen aus und geht \u00fcber Individuen hinweg. Das Zauberwort der Gleichstellung hei\u00dft: <strong>gruppenbezogen<\/strong>. Das hei\u00dft, dass Gleichstellung stets auf \u201eGruppen bezogen\u201c erreicht werden soll. Dazu wird zun\u00e4chst die Existenz einer Gruppe behauptet, die an die Stelle des m\u00fcndigen B\u00fcrgers tritt, der gerade krank geschrieben ist. Er wird von nun an von einem fiktiven Kollektiv vertreten, das \u00fcber seinen Kopf hinweg gebildet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da darf man sich schon fragen, ob es diese Gruppe \u00fcberhaupt gibt und \u2013 falls nicht \u2013 ob es sie denn geben sollte. Gibt es diese gigantische Gro\u00dfgruppe \u201eder\u201c Frauen wirklich oder wird sie nur beschworen? Sollte es sie etwa in Zukunft geben? Und gibt es entsprechend dazu \u2013 im Schatten dieser Frauengruppe \u2013 die gleichgeschaltete Gruppe \u201eder\u201c M\u00e4nner?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man einen Sinn f\u00fcr Geschichte hat, fragt man sich au\u00dferdem: Seit wann gibt es diese Gruppen? Warum gab es sie nicht schon vorher? Worin liegt das Vers\u00e4umnis der bisherigen Sichtweise, die eine solche Gruppenbildung nicht vorgenommen hat? Ist es \u00fcberhaupt ein Vers\u00e4umnis?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich will nicht l\u00e4nger um den kalten Brei herum reden: Ich halte die pauschale Unterteilung in M\u00e4nner und Frauen f\u00fcr grundfalsch. Damit wird nachhaltig Schaden angerichtet. Einen Nutzen sehe ich nicht. Derjenige, der diese Unterteilung durchsetzen und sprachlich deutlich machen will \u2013 bzw. diejenige, die das will \u2013 ist jetzt gefragt; er \u2013 bzw. sie \u2013 ist in Beweisnot; er \u00ad\u2013 bzw. sie \u2013 soll erkl\u00e4ren, warum er \u00ad\u2013 bzw. sie \u2013 das sinnvoll findet. Ich finde es nicht sinnvoll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Falsch finde ich die Unterteilung, weil die Unterschiede innerhalb so einer Pseudo-Gruppe, wie man sie korrekterweise nennen sollte, derma\u00dfen gro\u00df sind, dass es sich von selbst verbietet, die vielen verschiedenen Einzelpersonen zu einer Einheit zusammenzufassen, die in Wirklichkeit keine ist. Da wird ein einzelnes Merkmal einer Person (wom\u00f6glich eins, das dem Betreffenden gar nicht so wichtig ist) rausgepickt und, nur weil sich dieses Merkmal auch bei anderen findet, wird er mit denen in eine Schublade getan, obwohl er mit ihnen so gut wie nichts gemeinsam hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erich K\u00e4stner hat einmal ein Gedicht geschrieben, in dem er die M\u00fcller-Partei vorstellte \u2013 eine neue Partei, bei der jeder Mitglied werden konnte, der zuf\u00e4lligerweise M\u00fcller hie\u00df. Ansonsten hatte die Partei kein Programm, keinen gemeinsamen Nenner. Wer sowieso schon M\u00fcller hie\u00df und nat\u00fcrlich von dem Projekt begeistert war oder wer in Zukunft den Namen M\u00fcller annehmen w\u00fcrde, um auch mit dabei zu sein, geh\u00f6rte automatisch zur Partei von Max M\u00fcller:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"margin-left: 10px; background-color: lightgray; padding: 10px;\">\n<p>M\u00fcller liebte alle Klassen.<\/p>\n<p>Politische Meinungen hatte er keine.<\/p>\n<p>Wichtig war ihm nur das eine:<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche M\u00fcllers zusammenzufassen.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>K\u00e4stner hatte die Machenschaften durchschaut. Er hat sich Fragen gestellt, die wir uns auch stellen sollten: Welche Interessen stehen hinter so einer Gruppenbildung? Wir ahnten es schon. Die M\u00fcllers verschafften sich Vorteile. Das war alles. Der faule Zauber beruhte allein auf der willk\u00fcrlichen Gruppenbildung, bei der das windige, aber zugleich ausschlaggebende Kriterium allein der Nachname \u201eM\u00fcller\u201c war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Sexismus geht uns alle an. Aber was ist eigentlich Sexismus?<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei der Gleichstellungspolitik ist das <strong>Geschlecht<\/strong> das ausschlaggebende Kriterium. Genau gesagt: das biologische Geschlecht, auch wenn st\u00e4ndig von \u201egender\u201c die Rede ist, womit das soziale \u2013 neuerdings spricht man auch vom \u201ekulturellen\u201c \u2013 Geschlecht gemeint sein soll. Es kommt jedoch in keiner Statistik vor. Auch bei keiner Quotenregelung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das kann es auch nicht; denn ein soziales oder kulturelles Geschlecht ist nicht eindeutig feststellbar. Damit kann man keine Politik machen. Damit kann man keine Gruppen bilden. Das geht nur mit einem klaren Entweder-oder-Kriterium. Es geht also doch immer nur um das biologische Geschlecht, oder volkst\u00fcmlich gesagt: um das, was man in der Unterhose hat. W\u00e4hrend es zur Zeit der M\u00fcller-Partei gen\u00fcgte, den Ausweis vorzuzeigen, um das entscheidende Erkennungszeichen zu pr\u00e4sentieren, hei\u00dft es heute: Hose runter!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber ist die Geschlechtszugeh\u00f6rigkeit wirklich ein brauchbares Kriterium, um Schriftsteller, die bekanntlich mit Sprache arbeiten und nicht etwa im horizontalen Gewerbe t\u00e4tig sind oder eine Sauna betreiben, in Gruppen einzuteilen und angemessen zu etikettieren? F\u00fcr Sexisten schon. F\u00fcr die geht es immer nur um das eine. Sowieso. F\u00fcr andere wiederum ist es kein geeignetes Kriterium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Damit dr\u00e4ngt sich die Frage auf: Was sind Sexisten? Das sind Leute, f\u00fcr die ihre Zugeh\u00f6rigkeit zu einem der beiden Geschlechter das <strong>entscheidende Kriterium<\/strong> ist, hinter dem alle anderen Aspekte \u2013 und zwar alle anderen \u2013 zur\u00fccktreten. Sehen wir uns so einen Sexisten n\u00e4her an. Viele halten ihn f\u00fcr einen unangenehmen Zeitgenossen, der von einem \u00fcberm\u00e4\u00dfig starken Begehren befallen ist. Er ist in etwa das, was man fr\u00fcher einen Erotomanen nannte. So jemand erz\u00e4hlt wom\u00f6glich zweifelhafte Witze. So jemand ist sexbesessen, vielleicht sogar sexs\u00fcchtig. Das l\u00e4sst \u2013 hoffentlich \u2013 irgendwann nach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist auch nicht weiter schlimm. So jemand hat gewisse Probleme mit seinem Sexleben \u2013 und das wird wiederum f\u00fcr Leute, die damit bel\u00e4stigt werden, zum Problem. Doch solche Kleinkriege verbleiben in einem \u00fcberschaubaren Personenkreis. Solange man so jemanden relativ problemlos meiden und leicht abwimmeln kann, stellt er keine Gefahr dar. Er wird schon merken, wo er Freunde findet und wo nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schlimmer sind Leute, die vermutlich auch Probleme mit ihrem Sexleben haben, sich aber haupts\u00e4chlich um die Intimit\u00e4ten anderer k\u00fcmmern, speziell um Leute, die sie gar nicht kennen, deren Leben sie aber regulieren m\u00f6chten. Es geht ihnen um alle. Und um alles. Sie treten mit dem Anspruch auf, am besten zu wissen, wie Menschen heutzutage ihr Privatleben gestalten m\u00fcssen und sie versuchen, ihre aktuellen Vorstellungen mit st\u00e4ndig neuen Vorschriften durchzudr\u00fccken, wobei sie sich selbst als Gutmenschen und alle anderen als Schlechtmenschen darstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei dieser Sorte von Sexisten geht es um Politik. Es geht um einen umfassenden <strong>Macht- und Geltungsanspruch<\/strong>. So ein Sexist beansprucht allein schon aufgrund der Zugeh\u00f6rigkeit zu einem der beiden Geschlechter eine grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegenheit, ganz unabh\u00e4ngig davon, ob er selber ein abwechslungsreiches Nachtleben hat oder nicht. Er sieht sich als Mensch erster Klasse, weil bei ihm Sex ganz oben auf der Liste seiner Wertma\u00dfst\u00e4be steht. Danach kommt lange nichts. Sexisten haben alle dieselbe Brille, durch die sie die Welt betrachten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist doppelt schlimm. Erstens f\u00fchlt sich ein Sexist allen des jeweils anderen Geschlechts \u00fcberlegen. Ohne guten Grund. Auch ohne schlechten Grund. Er f\u00fchlt sich grunds\u00e4tzlich \u00fcberlegen, nur weil er sich zum \u201ebesseren\u201c Geschlecht rechnet (\u201ebesser\u201c nat\u00fcrlich in Anf\u00fchrungszeichen, weil es ein besseres Geschlecht nicht gibt). Zweitens f\u00fchlt sich so einer auch den eigenen Geschlechtsgenossen \u00fcberlegen, sofern sie nicht ebenfalls Sexisten sind und \u2013 so wie er es tut \u2013 die Geschlechtszugeh\u00f6rigkeit als das alles entscheidende Kriterium ansehen. <strong>Sexisten sind die Neuen Herrenmenschen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Der offensichtliche Sexismus der Frauen, den niemand sehen soll<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele halten Sexismus f\u00fcr eine reine M\u00e4nnerkrankheit. Den Eindruck kann man leicht haben; denn Sexismus begegnet einem zumeist als Vorwurf, der von Frauen gegen M\u00e4nner erhoben wird. Doch hinter dem Schleier der Emp\u00f6rung verbergen Frauen ihren eigenen, sehr speziellen Sexismus. Frauen sind auch sexistisch. Besser gesagt: Feministen sind es. <strong>Sie sind es grunds\u00e4tzlich<\/strong>. Sie haben damit angefangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sollten an dieser Stelle nicht abwinken und uns auf ein voreiliges Unentschieden einlassen, als g\u00e4be es halt auf beiden Seiten Sexisten, und die Sache w\u00e4re irgendwie ausgeglichen. Das ist sie nicht. Feministen haben inzwischen die politische Macht und sie haben auch die \u00f6ffentliche Meinung \u2013 die so genannte Defma (Definitionsmacht) \u2013 auf ihrer Seite. Es gibt in dieser Sache keine Gleichverteilung. Wenn wir das auf die politische Ebene \u00fcbertragen wollen, m\u00fcssen wir uns zwei Nachbarl\u00e4nder vorstellen, von denen eines von beiden Vernichtungswaffen besitzt das andere aber nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Feministen haben \u201eSexismus\u201c zum Kampfbegriff gemacht und sind die Nutznie\u00dfer in einem abgekarteten Spiel, in dem M\u00e4nner nicht etwa T\u00e4ter, sondern ausschlie\u00dflich Opfer sind. Eine Bemerkung, die als sexistisch verstanden wird, kann die Karriere eines Mannes gr\u00fcndlich ruinieren. Aktuelles <a href=\"http:\/\/frankfurter-erklaerung.de\/2015\/06\/sexismus-vorwuerfe-gegen-nobelpreistraeger-hunt-ich-bin-erledigt\/\">Beispiel<\/a> ist der Nobelpreistr\u00e4ger Tim Hunt, der wegen angeblichen sexistischen \u00c4u\u00dferungen* seine Stelle am University College London aufgeben musste. Dabei hat er keiner einzigen Frau etwas angetan, nur der imagin\u00e4ren Gruppe \u201eder\u201c Frauen. Deshalb konnte es auch keine Entschuldigung oder Richtigstellung geben. Keine Verwarnung. Keine M\u00f6glichkeit, Einspruch zu erheben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gleichstellungspolitik ist sexistisch<\/strong>. Die unruhigen Feministen, die sich per Definition als Sexisten sehen, sind die treibende Kraft hinter der Gleichstellungspolitik, so wie der selbstherrliche Max M\u00fcller die treibende Kraft hinter dem Erfolg der M\u00fcller-Partei war. Die Feministen haben es tats\u00e4chlich geschafft, die beiden Pseudo-Gruppen \u201edie\u201c M\u00e4nner und \u201edie\u201c Frauen in die Welt zu setzen und daraus ihre Vorteile zu ziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Anfang dieser Entwicklung stand die Einrichtung des Ministeriums f\u00fcr \u201eFrauen\u201c. Damit wurde ein neuer Zust\u00e4ndigkeitsbereich geschaffen, <strong>eine neue falsche Verallgemeinerung<\/strong> in Beton gegossen. Sie hatte fortan Gesetzeskraft. Sie ist total, sie ist gnadenlos, sie kennt keine Ausnahmen: Frau oder Nicht-Frau \u2013 das ist die Frage. So wurde nach und nach eine Politik etabliert und ausgebaut, die man, wenn man es freundlich formulieren will, als M\u00fcllerismus bezeichnen kann \u2013 weniger freundlich als neu eingekleideten Rassismus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Wie soll man sensibel mit der gro\u00dfen Axt umgehen?<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird st\u00e4ndig betont, dass es \u201edie\u201c Frauen in Wirklichkeit nicht gibt und dass man keinesfalls verallgemeinern d\u00fcrfe \u2013 und dann wird genau das getan. Gleichstellung geht mit dem Charme einer Planierraupe grunds\u00e4tzlich gruppenbezogen vor und sorgt daf\u00fcr, dass die beiden Pseudo-Gruppen \u00fcberall da, wo man sie beobachtet, gleich gro\u00df sind. Wenn nicht, dann sollen sie k\u00fcnstlich angeglichen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um diesen Prozess voranzutreiben, soll die Gruppe \u201eder\u201c Frauen bei jeder Gelegenheit erw\u00e4hnt werden. Daher gibt es Sprachvorschriften f\u00fcr \u201egeschlechtersensible\u201c Sprache, die eine <strong>Doppelnennung<\/strong> wie \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c verpflichtend macht. Es gibt bereits Hochschulen, die Arbeiten von Studenten ablehnen, wenn sie dieser Pflicht nicht nachkommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder sie drohen mit Punktabzug. \u201eDu kannst das Ganze nat\u00fcrlich ignorieren\u201c, schrieb eine Tutorin an der TU Berlin einem Studenten des Studiengangs Verkehrswesen; sollten ihm dann allerdings die entscheidenden Punkte fehlen, dann \u201e &#8230; wirst du dich \u00e4rgern\u201c, schrieb die Tutorin weiter, \u201edenn da hilft dann auch alles diskutieren nichts.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Student war irritiert, als er die Richtlinien zum Abfassen wissenschaftlicher Arbeiten gelesen hatte, da stand n\u00e4mlich: \u201eAuch die korrekte Verwendung von m\u00e4nnlichen und weiblichen Ausdrucksformen und somit einer gendersensiblen Sprache wird in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet. Allgemein bedeutet Gender Mainstreaming &#8222;bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und M\u00e4nnern von vornherein und regelm\u00e4\u00dfig zu ber\u00fccksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.&#8220; BMFSFJ 2012\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aha. Das steckte also dahinter: das Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend, kurz BMFSFJ, das Zentrum der weiblichen Sexisten, die Kommandozentrale der gruppenbezogenen Gleichstellungspolitik. In deren Welt gibt es nur zwei gro\u00dfe Gruppen, die Gruppe der M\u00fcller und die der Nicht-M\u00fcller \u2013 sorry: die der Frauen, die der M\u00e4nner. Das Ministerium sieht die Welt als Scheibe. Zweidimensional. Deshalb glauben sie, dass es in der Sprache ausschlie\u00dflich \u201em\u00e4nnliche und weibliche Ausdrucksformen\u201c gibt. Nur diese beiden. Mehr nicht. Mehr braucht ein Sexist nicht. Denn er sieht erstens bis zehntens sein eigenes \u2013 gutes \u2013 Geschlecht und sieht unter ferner liefen das \u2013 weniger gute \u2013 andere. So einfach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch die Sprache ist nicht so einfach wie die Weltsicht der Sexisten. Die Sprache kennt grammatische Formen, die wir \u201em\u00e4nnlich\u201c oder \u201eweiblich\u201c nennen (was nichts mit Menschen zu tun hat, die wir so nennen) und die obendrein \u00fcbergeschlechtlich sein k\u00f6nnen. Au\u00dferdem kennt die Sprache das Neutrum. Das Ministerium nicht. Das Ministerium verk\u00fcndet, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Gibt es nicht. Hamwer nicht. Kriegen wir auch nicht wieder rein. Basta.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was einen Sexisten nicht interessiert, gibt es nicht. Wenn das Ministerium \u201ekorrekt\u201c sagt, meint es nicht \u201ekorrekt\u201c im Sinne eines korrekten Gebrauchs der Grammatik oder \u201ekorrekt\u201c im Sinne einer richtigen Darstellung eines Sachverhalts, sondern \u201ekorrekt\u201c im Sinne der Gleichstellungspolitik. <strong>Diese Politik versucht, die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten der Sprache so zu reduzieren, dass damit blo\u00df noch ihre primitive Weltsicht ausgedr\u00fcckt werden kann.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Also muss unser armer am Verkehrswesen interessierter Student (gemeint ist der Stra\u00dfenverkehr, nicht der Geschlechtsverkehr), die \u201eVerkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern\u201c separat auff\u00fchren, auch wenn er es nicht will, weil er daf\u00fcr keinen Grund sieht und er auch keine unterschiedliche Interessen von Frauen und M\u00e4nner erkennen kann (aber so tun muss, als g\u00e4be es welche und als w\u00e4ren die ganz, ganz wichtig). Er will auch die Verkehrsteilnehmer nicht als zwei voneinander getrennte Gruppen darstellen, sondern als eine einzige mit einem gemeinsamen Interesse in einer konkreten Lebenssituation, in der es keine Rolle spielt, ob jemand m\u00e4nnlich oder weiblich ist. Das darf er nicht. Das gibt Minuspunkte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wieso f\u00fchlt sich eigentlich das Ministerium mit der Buchstabenkombination BMFSJSF zust\u00e4ndig f\u00fcr den Sprachgebrauch an der TU Berlin? Noch eine Frage: Warum orientiert sich eine Tutorin, die eigentlich die Freiheit der Wissenschaft sch\u00e4tzen m\u00fcsste, an den Marotten der aktuellen Frauenpolitik, die sie, wenn sie \u2013 was wir annehmen d\u00fcrfen \u2013 intelligent ist, leicht als falsch zumindest als sehr fragw\u00fcrdig erkennen k\u00f6nnte? Warum hat sie ihren kritischen Geist, den sie sicher hat, kurzzeitig ausgeschaltet? Ganz einfach. Weil es eine <strong>\u00fcbergreifende Seilschaft der Sexisten<\/strong> gibt. Da treffen sich Schwestern im Geiste. F\u00fcr Sexisten ist nun mal die Geschlechtszugeh\u00f6rigkeit das aller-aller-allerwichtigste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Tutorin sieht die Welt auch durch <strong>diese neue 2-D-Sexisten-Brille<\/strong>, die im Ministerium mit den vielen Buchstaben Pflicht ist. Sie teilen dieselbe Weltanschauung. Das richtige Geschlecht hat immer Vorfahrt. Gl\u00fccklicherweise geh\u00f6rt sie selbst dazu. Alles, was sonst noch von Bedeutung sein k\u00f6nnte, ist zweit- oder drittrangig. Zum Beispiel das wissenschaftliche Arbeiten an einer Hochschule. Oder die sprachlich und sachlich korrekte Darstellung in der Hausarbeit eines Studenten (der \u00fcbrigens nicht zum richtigen Geschlecht geh\u00f6rt). Oder die Wahrheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Tutorin hat den Studenten angelogen. Sie hat ihm geschrieben: \u201eBei der gendersensiblen Sprache handelt es sich nicht um eine Empfehlung, sondern um Vorgaben seitens der TU Berlin &#8230; Dies hat einfach damit zu tun, dass sich die Gleichstellung von Frau und Mann inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen hat. Und daf\u00fcr gibt es tats\u00e4chlich (im weiteren Sinne) auch rechtliche Vorgaben in verschiedenen Bereichen &#8230;\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stimmt das? Gibt es wirklich einen \u201egesellschaftlichen Konsens\u201c, der sich auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen \u201eniederschl\u00e4gt\u201c? Wir wissen es nicht. Aber eines wissen wir inzwischen: Die \u201erechtlichen Vorgaben\u201c, von denen die Tutorin schreibt, gibt es nicht. Das schrieb sie zwar. Doch es stimmt nicht. Der irritierte Student wandte sich an die Rechtsabteilung und erhielt die Auskunft, dass es eine Vorgabe, die so genannte geschlechtergerechte Sprache zu verwenden, nicht gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hatte ihn die Tutorin fahrl\u00e4ssig oder vors\u00e4tzlich angelogen? Egal. Sie geh\u00f6rt zum richtigen Geschlecht. Wer tats\u00e4chlich glaubt, dass sich so jemand irgendwann einmal entschuldigen oder sich auf eine ernsthafte Diskussion \u00fcber die gendersensible Sprache einlassen w\u00fcrde, der kennt Sexisten nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind an der Macht. Sie l\u00fcgen, weil sie es k\u00f6nnen. Niemand hindert sie. Das trifft sich gut. Denn sie k\u00f6nnten ihre Vorstellungen gar nicht anders \u2013 wom\u00f6glich mit \u00fcberzeugenden Argumenten \u2013 durchsetzen. Es geht nur mit L\u00fcgen. Sie haben Erfolg damit. Sie haben die Sprache der B\u00fcrokratie erobert. Auch die Sprache der Politik. Die Sprache im \u00f6ffentlichen Raum. Nun greifen sie nach der Sprache der Wissenschaft, von der man eigentlich annehmen sollte, dass sie resistent ist. Ist sie das?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes ist die Sprache der Schriftsteller dran. Was werden die Schriftsteller tun? Werden sie klein beigeben?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfnote*<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1044\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Haydn3-150x150.jpg\" alt=\"Haydn3\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p>Tim Hunt hatte \u00fcberlegt, ob es f\u00fcr die Wissenschaft besser w\u00e4re, wenn M\u00e4nner und Frauen getrennt in Labors arbeiten, weil sie sich ansonsten ineinander verlieben. Das war eine launige \u00dcberlegung, ein Witz \u2013 ohne Anspruch, das auch durchzusetzen. Warum ist das sexistisch? Es ist nicht nur eine Position, die man, wenn sie ernst gemeint w\u00e4re, durchaus vertreten darf, es ist sogar eine, die bei anderer Gelegenheit von Feministen selber vertreten wird. Denn sie sind es schlie\u00dflich, die eine Geschlechter-Apartheid wollen. An jedem Girls\u2019 Day wird eine strenge Geschlechtertrennung vorgenommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und nun?<\/strong><\/p>\n<p>Im <strong><a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1091\">zweiten Teil<\/a><\/strong> geht es darum zu zeigen, dass es grunds\u00e4tzlich leicht m\u00f6glich ist, mit Sprache zu l\u00fcgen.<\/p>\n<p>Im <strong><a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1105\">dritten Teil<\/a><\/strong> schauen wir Schriftstellern \u00fcber die Schulter, wenn sie sich fragen: Wohin mit Herta M\u00fcller?<\/p>\n<p>Im <strong><a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1108\">vierten Teil<\/a><\/strong> geht es um die Frage, was Sexisten wirklich wollen.<\/p>\n<p>Im <strong><a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1110\">f\u00fcnften<\/a><\/strong> und letzten <strong>Teil<\/strong> geht es um die grunds\u00e4tzliche Frage, ob das grammatische und das nat\u00fcrliche Geschlecht eins sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p> Wissen deutsche Schriftsteller noch, wie sie hei\u00dfen und was sie sind? Wollen sie gleichgestellt werden? Warum l\u00fcgen Sexisten so gerne? <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p> [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"qubely_global_settings":"","qubely_interactions":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[92],"tags":[104,105,106,107,108,109,94,110,95,111,96,112,97,113,98,114,99,100,101,102,103],"class_list":["post-1080","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-schriftsteller","tag-gutmensch","tag-feminist","tag-definitionsmacht","tag-tim-hunt","tag-rassismus","tag-geschlechtersensible-sprache","tag-deutsche-schriftsteller","tag-tu-berlin","tag-vs","tag-bmfsfj","tag-schrifstellerkongress","tag-verkehrswesen","tag-profx-hornscheidt","tag-gender-mainstreaming","tag-humboldt-universitaet","tag-girls-day","tag-gleichstellungspolitik","tag-erich-kaestner","tag-max-mueller","tag-sexismus","tag-erotomane","odd"],"acf":[],"qubely_featured_image_url":null,"qubely_author":{"display_name":"Bernhard Lassahn","author_link":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?author=1"},"qubely_comment":0,"qubely_category":"<a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?cat=92\" rel=\"category\">Schriftsteller und Gruppensex und Sprachm\u00f6rder<\/a>","qubely_excerpt":"&nbsp; Wissen deutsche Schriftsteller noch, wie sie hei\u00dfen und was sie sind? 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