{"id":1105,"date":"2015-10-31T22:00:17","date_gmt":"2015-10-31T21:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1105"},"modified":"2015-11-08T11:43:27","modified_gmt":"2015-11-08T10:43:27","slug":"schriftsteller","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1105","title":{"rendered":"Teil 3"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1182\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/william-150x150.png\" alt=\"william\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h1>Die deutschen Schriftsteller sind ratlos. Sie leiden an der Innenwelt und wissen nicht wohin mit Herta M\u00fcller<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was bisher geschah: Die deutschen Schriftsteller \u00fcberlegen, ob sie ihren Namen \u00e4ndern sollen oder nicht. Wenn sie sich wirklich, wie vorgeschlagen, in \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c umbenennen, dann reichen sie damit dem Sprachfeminismus den kleinen Finger und k\u00e4men in Teufels K\u00fcche. Sie m\u00fcssten dann drei Gebote befolgen: 1. Das nat\u00fcrliche und das grammatische Geschlecht sind eins! 2. Es gibt keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit! 3. Der Plural hat ein Geschlecht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schauen wir ihnen \u00fcber die Schulter, wenn sie mit Formulierungen ringen. Stellen wir ihnen Fragen dazu. Es geht nicht nur um einen Blick in die Werkstatt. Es geht um mehr. Im zweiten Teil habe ich heftige Worte gew\u00e4hlt und gesagt, dass sich durch Interpretation zeigen l\u00e4sst, ob Schriftsteller Aufkl\u00e4rer oder Betr\u00fcger sind. Das wollen wir sehen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Teil 3<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(es gibt f\u00fcnf Teile)<\/p>\n<div><\/div>\n<h3><\/h3>\n<h3>Liebe Schriftsteller,<\/h3>\n<p>nun mal ehrlich, unter uns: die Formulierung \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c hat einen Haken. Aber wo? Es gibt zwei m\u00f6gliche Stellen. Es kommt ganz darauf an, was wir zum Ausdruck bringen wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir sagen wollen, dass die \u201eSchriftstellerinnen\u201c zur Gesamtmenge der Schriftsteller dazugeh\u00f6ren, dann w\u00e4re es eine falsche Aufz\u00e4hlung. Das w\u00e4re der Haken an dieser Stelle. Denn etwas, das bereits als Teilmenge in einer Menge enthalten ist, wird in einer Aufz\u00e4hlung nicht noch einmal extra aufgef\u00fchrt. Die korrekte Formulierung w\u00e4re in diesem Fall \u201eSchriftsteller einschlie\u00dflich der Schriftstellerinnen\u201c. Das klingt banal und \u00fcberfl\u00fcssig. Das wollen wir nicht sagen. Frauen waren von Anfang an mit dabei. Das ist nichts Neues.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neu ist, dass die beiden Gruppen beziehungslos nebeneinander gestellt werden, obwohl das Verh\u00e4ltnis, in dem M\u00e4nner und Frauen zueinander stehen, keinesfalls ein einfaches Nebeneinander ist. Es ist komplizierter. Auf dem Land sagten wir immer gerne: \u201estumpf ist Trumpf!\u201c Vielleicht war es gerade die Stumpfheit, die Formeln wie \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c so eine enorme Verbreitung beschert hat, auch wenn sie viel zu primitiv sind, um wahr zu sein. Das Verh\u00e4ltnis von Mann und Frau besteht in Wirklichkeit aus wechselseitigen Abh\u00e4ngigkeiten. Es ist ein komplexes Ineinander. Kein Nebeneinander.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gleichstellungspolitik kennt aber nur ein Nebeneinander. Deshalb bringt sie auch so erstaunliche Modeworte wie \u201eWork-Life-Balance\u201c hervor. Auch hier werden zwei Begriffe \u2013 Arbeit und Leben \u2013 nebeneinander gestellt, die sich grunds\u00e4tzlich nicht voneinander trennen lassen und die man deshalb auch nicht nebeneinanderstellen und in eine Balance bringen kann wie eine Wippe auf dem Spielplatz, die stillsteht und gerade nicht wippt, weil an beiden Enden Kindern sitzen, die genau gleich schwer sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Formulierung evoziert Bilder, die uns eine falsche Vorstellung von der Sache, die bezeichnet werden soll, geben. Wir \u201ebegreifen\u201c sie nicht richtig; wir machen uns einen falschen \u201eBegriff\u201c. Einen falschen Begriff machen wir uns auch, wenn wir das Verh\u00e4ltnis von M\u00e4nnern und Frauen als unverbundenes Nebeneinander beschreiben, das kein Ganzes mehr ergibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es wird dann so getan, als k\u00f6nnte man (es folgt eine Version im Singular f\u00fcr etwas Lebendiges), ein Organ heraustrennen, als w\u00e4re es ein Fremdk\u00f6rper und k\u00f6nnte es au\u00dfen vor lassen, ohne zu sehen, dass der K\u00f6rper demn\u00e4chst abstirbt. Oder (es folgt eine Version im Plural f\u00fcr etwas Mechanisches), als k\u00f6nnte man aus einem Ger\u00e4t einige Einzelteile herausnehmen und daneben legen. Man h\u00e4tte dann auf der einen Seite eine defekte Uhr, bei der ein paar R\u00e4dchen fehlen und auf der anderen Seite eben diese R\u00e4dchen. Wenn wir versuchen, die beiden Seiten in eine Balance zu bringen oder sie gleichzustellen, dann merken wir schnell, dass es nicht geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder nehmen wir ein anderes Bild: Stellen wir uns eine Einheit als Kreis vor, in dem es gleich viele m\u00e4nnliche (schwarze) und weibliche (wei\u00dfe) Elemente gibt. Wenn wir die getrennt auff\u00fchren wollen, wie stellen wir uns das vor? Als getrennt nebeneinander stehende Halbkreise, die gleich auseinanderfallen oder so wie in dem Ying-Yang-Symbol?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1143\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/yin-and-yang.png\" alt=\"yin-and-yang\" width=\"150\" height=\"150\" \/><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1144\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/dragon.png\" alt=\"dragon\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schriftsteller sind es gewohnt, sich st\u00e4ndig zu fragen, warum sie etwas genau so und nicht anders sagen wollen. Wenn es keine Abgabetermine g\u00e4be, w\u00fcrden sie bis ans Ende ihrer Tage redigieren und korrigieren und sich Gedanken dar\u00fcber machen, wie das, was sie schreiben, verstanden werden kann und wie es wirkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Also: Was soll ausgesagt werden? Warum soll es \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c hei\u00dfen? Wie darf der liebe Leser das interpretieren? Soll er es so verstehen, dass Frauen und M\u00e4nner in einem leicht zu trennenden Nebeneinander stehen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Betrachten wir die M\u00f6glichkeit etwas n\u00e4her: Wenn gesagt werden soll, dass es sich einerseits um die Untergruppe der weiblichen und andererseits um die Untergruppe der m\u00e4nnlichen Schriftsteller handelt, die neuerdings separat aufgef\u00fchrt werden, dann wird die Formulierung \u201eSchriftsteller\u201c anders verwendet, als wir es bisher getan haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das w\u00e4re der Haken an dieser Stelle. Denn bisher waren mit dem Plural \u201eSchriftsteller\u201c alle gemeint. Nun wird so getan, als w\u00fcrden damit ausschlie\u00dflich m\u00e4nnliche Schriftsteller bezeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir das so sagen wollen, dann m\u00fcssen wir es auch tun und ausdr\u00fccklich von \u201em\u00e4nnlichen Schriftstellern\u201c reden. Die richtige Formulierung w\u00e4re in diesem Fall also \u201eSchriftstellerinnen und m\u00e4nnliche Schriftsteller\u201c oder (was auf dasselbe hinausl\u00e4uft) \u201eweibliche und m\u00e4nnliche Schriftsteller\u201c. Das klingt ebenfalls banal \u2013 und \u00fcberfl\u00fcssig. Das wollen wir auch nicht sagen. Aber was dann?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist wichtig, den Unterschied zu sehen: \u201eSchriftsteller\u201c und \u201em\u00e4nnliche Schriftsteller\u201c sind nicht dasselbe. B\u00f6ll und Grass sind Schriftsteller. Beide sind Nobelpreistr\u00e4ger. Man kann sie zusammenfassend als \u201eSchriftsteller\u201c und als \u201eNobelpreistr\u00e4ger\u201c bezeichnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass sie auch noch m\u00e4nnlich sind, wissen wir zwar, es wird uns aber nicht explizit mitgeteilt. Ein Au\u00dfenstehender, der sich nicht mit deutscher Literatur auskennt, w\u00fcsste es nicht. Der Plural hat kein Geschlecht. (Oder doch? Das ist eben die Frage).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Politisch korrekt oder poetisch korrekt?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun kommt noch Herta M\u00fcller dazu. Dass sie auch \u201eM\u00fcller\u201c hei\u00dft wie der Parteigr\u00fcnder in einem Gedicht von K\u00e4stner, ist reiner Zufall (im ersten Teil habe ich das Gedicht als Beispiel f\u00fcr eine willk\u00fcrliche Gruppenbildung herangezogen). Prima, prima, prima! Nun haben wir drei Schriftsteller und drei Nobelpreistr\u00e4ger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Plural \u201eSchriftsteller\u201c ist nach wie vor \u00fcbergeschlechtlich, er ist, um das erneut zu betonen, nicht exklusiv m\u00e4nnlich. Herta M\u00fcller geh\u00f6rt mit dazu. Zu den \u201eSchriftstellern\u201c, zu den \u201eNobelpreistr\u00e4gern\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier stellt sich die Gretchenfrage des Sprachfeminismus: Gibt es einen Begriff, der beide Geschlechter umfasst oder nicht? Sitzen alle Autoren in einem Boot oder haben sie neuerdings zwei Boote \u2013 woher auch immer das zweite Boot gekommen sein soll?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1145\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/boat1.png\" alt=\"boat1\" width=\"150\" height=\"99\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1146\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/boat2.png\" alt=\"boat2\" width=\"150\" height=\"100\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist eine Frage, die wir aus der Mengenlehre kennen: Gibt es eine Menge oder zwei? Der Sprachfeminismus sagt: Es gibt zwei. Es muss alles zerteilt werden, so dass \u00fcberall die Trennung sichtbar wird \u2013 die Scheidung, die Scheide.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier erkennen wir den Schaden, den uns der Sprachfeminismus eingebrockt hat und weiterhin einbrocken will: Er will uns einen \u00fcbergeordneten Begriff wegnehmen, mit dem wir \u2013 ohne st\u00e4ndig auf das Geschlecht zu verweisen \u2013 etwas Gemeinsames bezeichnen k\u00f6nnen. Der Sprachfeminismus, der von Sexisten propagiert wird, besteht jedoch darauf, dass wir bei jeder Gelegenheit auf das Geschlecht hinweisen. Bei jeder! Er bestreitet sogar, dass es einen Begriff, der alle umarmt, geben k\u00f6nnte. Denn so etwas w\u00e4re eine geschlechtsneutrale Wirklichkeit. Die gibt es nicht. (Oder doch? Das w\u00e4re die n\u00e4chste Frage).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Sexisten gibt es immer nur die \u201em\u00e4nnliche\u201c oder die \u201eweibliche\u201c Form, die stets gegeneinander in Stellung gebracht werden, aber niemals unter einem gemeinsamen Dach Unterschlupf finden k\u00f6nnen. Nun haben wir den Salat. Wir haben sogar zwei Salate. Wir haben zwei Gruppen statt einer: Schriftstellerinnen und Schriftsteller. In welche von beiden Gruppen geh\u00f6rt Herta M\u00fcller? Wohin mit ihr?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn ich sage \u201eHerta M\u00fcller ist mir von allen Schriftstellern die liebste\u201c, dann vergleiche ich sie mit allen Schriftstellern, egal ob m\u00e4nnlich oder weiblich, beispielsweise mit B\u00f6ll oder Grass. Wozu brauche ich dann die \u201eSchriftstellerinnen\u201c?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu denen geh\u00f6rt Herta M\u00fcller nicht. Wenn ich n\u00e4mlich sage \u201eHerta M\u00fcller ist mir von allen Schriftstellerinnen die liebste\u201c, dann vergleiche ich Herta M\u00fcller nur mit anderen Frauen, die schreiben. Nicht mit B\u00f6ll oder Grass. \u201eSchriftstellerinnen\u201c sind exklusiv weiblich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eJelinek und M\u00fcller sind Schriftstellerinnen und Nobelpreistr\u00e4gerinnen\u201c Wie sieht es damit aus? Im Unterschied zu dem Satz, in dem es um B\u00f6ll und Grass ging, erfahren wir an dieser Stelle mehr: Jelinek und M\u00fcller schreiben B\u00fccher, sie sind vom Nobelpreiskomitee ausgezeichnet worden \u00ad\u2013 und sie sind weiblich! Das wird \u2013 anders als es bei den M\u00e4nnern der Fall war \u2013 ausdr\u00fccklich und unmissverst\u00e4ndlich erw\u00e4hnt. Die angeh\u00e4ngten \u201e-innen\u201c verraten es.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die haben es in sich, diese \u201e-innen\u201c! Sie sind t\u00fcckisch. Wir sollten sie meiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Innenwelt gegen den Rest der Welt <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sollten uns nicht einlullen lassen: Die Innen-Form ist eine schlimme Plage. Ein Fluch. Sie ist eine Kampfansage. Sie ist die Flagge der Kampflesben, der Feministen, der m\u00e4nnlichen und weiblichen Sexisten, sie ist ihre Marseillaise. Die Innen-Form ist ein b\u00f6sartiger Virus. Mit ihr wird ohne R\u00fccksicht auf Verluste ein sexistisches Verst\u00e4ndnis von Sprache auf die Grammatik \u00fcbertragen. Damit wird die Sprache gesch\u00e4ndet und nach und nach zugrunde gerichtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind inzwischen mit verschiedenen Varianten (SchriftstellerInnen, Schriftsteller(innen), Schriftsteller_innen, Schriftsteller\/innen, Schriftsteller*innen, Schriftsteller-innen \u2013 und eben auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller) \u00fcberschwemmt worden \u2013 mit Doppelnennungen, Schr\u00e4gstrichen, Klammern, Unterstrichen und Sternchen, die dazu f\u00fchren, dass die Sprache unaussprechlich wird. Als Peter Handke im Jahre 1969 den Band \u201aDie Innenwelt der Au\u00dfenwelt der Innenwelt\u2019 herausbrachte, konnte man davon noch nichts ahnen. Die Flut kam erst in den siebziger Jahren und bescherte uns zum Beispiel eine BenutzerInnenoberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun haben wir eine Invasion von Pseudo-Gruppen mit angeh\u00e4ngten Innen-Schw\u00e4nzen, selbst an Stellen, an denen wir sie nicht erwartet h\u00e4tten, wie bei den erw\u00e4hnten Benutzerinnen. Traurige Ber\u00fchmtheit erlangten die gefallenen deutschen \u201eSoldatinnen und Soldaten\u201c, von denen Ursula von der Leyen gesprochen hat. In Afghanistan sind jedoch keine weiblichen, deutschen Soldaten gefallen. Dieser Innen-Club hat keine Mitglieder. Und was sind das f\u00fcr Frauen, denen Kulturstaatsministerin Monika Gr\u00fctters gedachte, als sie im Andenken an das Attentat auf Hitler von den \u201eFrauen und M\u00e4nnern um Graf von Stauffenberg\u201c sprach? Friedrich Olbricht? Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim? Werner von Haeften? Henning von Treschow? Ludwig Beck? Cuno Raabe? Carl Friedrich Goerdeler? Julius Leber? Wilhelm Leuschner? Albrecht von Hagen? (Habe ich einen vergessen?) Sie hat sogar wiederholt von den \u201eFrauen und M\u00e4nnern um Graf von Stauffenberg\u201c gesprochen. Sie hat ihre Worte wohl \u00fcberlegt \u2013 und von h\u00f6chster Stelle bewusst die Unwahrheit gesagt. So wie diese Frauen-Gruppe rund um Graf von Stauffenberg so sind auch andere Innen-Gruppen reine Gespenster-Gruppen, die lediglich im Blubbern der geschlechtergerechten Sprache existieren. Sonst nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1147\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/JedeWahrheit.png\" alt=\"JedeWahrheit\" width=\"112\" height=\"150\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fragen wir nach \u2013 erste Frage: Wird mit der Innen-Form eine Gruppe bezeichnet, die es tats\u00e4chlich gibt? Bei der Gruppe \u201eJelinek &amp; M\u00fcller\u201c ist das der Fall. Ausnahmsweise. Aber sonst? Zweite Frage: Falls damit eine Gruppe bezeichnet wird, die sich neuerdings von einer bisher intakten Gemeinschaft abgespalten hat, was war der Grund daf\u00fcr? Gibt es einen anderen als den, dass jemand nicht \u00fcber den Tellerrand seiner Geschlechtszugeh\u00f6rigkeit hinausschauen kann? Oder nicht will?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf Dauer entsteht der Eindruck, dass der Plural eben doch ein Geschlecht hat: \u201eSchriftstellerinnen\u201c ist ein Plural. Alle, die damit bezeichnet werden, sind weiblich. Na bitte! Der Plural hat ein Geschlecht. Also doch. So wird es von Frauenseite behauptet, und es sieht auf den ersten Blick so aus, als w\u00e4ren die vielen Innen-Formen auch viele, viele kleine Beweise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind es nicht. Unser Beispiel von der Mini-Gruppe \u201eJelinek &amp; M\u00fcller\u201c war die einsame Ausnahme \u2013 die einzige, die mir auf die Schnelle eingefallen ist. Alle anderen Innen-Gruppen, die mir einfallen, sind Luftnummern. L\u00fcgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manchmal werde ich wehm\u00fctig. Die Sprache in der Zeit der Innenwelt, wie sie Peter Handke beschrieben hat, war sch\u00f6ner und klarer. Die Innen-Formen haben uns mehr Probleme gebracht als L\u00f6sungen. Sie gaukeln uns falsche Verh\u00e4ltnisse vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weg mit ihnen. Weg mit den Innen! Wir brauchen sie nicht. K\u00fcrzen wir sie. Hier ein Tipp f\u00fcr alle, die sowieso schon genervt sind. Es gibt einen Browser, der \u201a<a href=\"http:\/\/binnenibegone.awardspace.com\/\">Binnen-I-be-gone<\/a>\u2019 hei\u00dft. Damit wird das l\u00e4stige Binnen-I beseitigt. Aus der BenutzerInnenoberfl\u00e4che wird wieder eine Benutzeroberfl\u00e4che. Doppelnennungen \u2013 wie bei \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c \u2013 werden damit jedoch nicht gel\u00f6scht. Schade. Doppelnennungen sind genauso verzichtbar wie das Binnen-I. Sie verst\u00fcmmeln die Sprache, sie geben ihr Unsch\u00e4rfe und Verkrampfung und nehmen ihr Leichtigkeit und Eleganz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das \u00fcberrascht nicht. Der Feminismus richtet sich nicht nur gegen M\u00e4nner, gegen Kinder und gegen Objektivit\u00e4t, sondern auch gegen Sch\u00f6nheit. Denken wir an Schlampen-Paraden. Denken wir an Angriffe auf Sch\u00f6nheitsfarmen, auf Sch\u00f6nheitswettbewerbe, auf das Barbie-Haus, auf eine Sendung wie \u201aGermany\u2019s Next Topmodel\u2019. Die Ideale hinter solchen Sendungen und Wettbewerben m\u00f6gen umstritten sein, aber rechtfertigen sie Attacken? Sch\u00f6nheitsideale sind keine Vorschriften, sie sind \u2013 das haben sie mit der Kunst gemein \u2013 frei verhandelbar. Es gen\u00fcgt, wenn man sich \u201aGermany\u2019s Next Topmodel\u2019 nicht anschaut und sich keine Barbiepuppe kauft \u2013 aber die Freiheit der anderen respektiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist verst\u00e4ndlich (aber deshalb noch lange nicht gerechtfertigt), wenn engagierte Frauen Aktionen lostreten, mit denen sie \u201efat shaming\u201c (wenn d\u00fcnne M\u00e4nner fette Frauen diskriminieren) anprangern oder \u201elookism\u201c (wenn Frauen, die sich nicht besonders sch\u00f6n finden, sich von M\u00e4nnerblicken diskriminiert f\u00fchlen). Man kann sich gut vorstellen, dass sich da so manche Frau pers\u00f6nlich getroffen f\u00fchlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch was spricht gegen sprachliche Sch\u00f6nheit? Welche Frau k\u00f6nnte sich davon diskriminiert f\u00fchlen? Mir fehlt jegliches Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass der Sprachfeminismus bewusst etwas Sch\u00f6nes in etwas H\u00e4ssliches umwandeln will. Doch genau das will er: Er will die Musikalit\u00e4t der Sprache zunichte machen; er will die Architektur gut gebauter S\u00e4tze zum Einsturz bringen; er will den Fluss einer fein gestalteten Prosa st\u00f6ren und das Gesamtbild ruinieren, als w\u00fcrde er ein krakeliges Graffiti an einer frisch gestrichenen Hausfassade hinterlassen. Es handelt sich nicht etwa um einen Kollateralschaden, der f\u00fcr einen guten Zweck in Kauf genommen werden muss. Es ist schon der Zweck. Nicht etwa der gute, sondern der schlechte Zweck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Sprachfeminismus ist ein S\u00e4ureattentat auf die Anmut der Sprache. Das verschafft vielleicht gewissen Frauen eine Art Genugtuung, doch es ist die Genugtuung von Kindern, denen man nie Grenzen gesetzt hat und die sich diebisch freuen, dass sie etwas kaputtgemacht haben. Es bringt ihnen einen Machtschwips, keinen gro\u00dfartigen Machtrausch, aber immerhin einen Schwips: Juhu! Sie haben es geschafft, sie haben den M\u00e4nnern etwas aufgezwungen. Dabei ging es ihnen nicht darum, <em>was<\/em> sie ihnen aufgezwungen haben, sondern <em>dass<\/em> sie es geschafft haben, ihnen etwas aufzuzwingen. Als h\u00e4tten sie Vegetarier gen\u00f6tigt, Fleisch zu essen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vermute ich. Ich habe n\u00e4mlich den Eindruck, dass der Sprachfeminismus den Feministen selber gar nicht so wichtig ist, wie sie behaupten. Sie sch\u00e4tzen ihn nicht als Wert an sich. Sie sch\u00e4tzen ihn vielmehr als M\u00f6glichkeit, mit M\u00e4nnern in negativen Kontakt zu treten. Ich habe mich ein wenig im Internet umgesehen, da ist es mir aufgefallen: Frauen, die das Thema irgendwo eingebracht hatten, berichteten stolz, dass die M\u00e4nnerwelt irritiert war, als l\u00e4ge darin der eigentliche Erfolg, den sie auch urspr\u00fcnglich angestrebt hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist kein Erfolg, der sie gl\u00fccklich macht. Jedenfalls nicht lange. Sie wissen selber \u2013 was jeder Inquisitor wei\u00df \u2013, dass sie immer nur Lippenbekenntnisse erpressen k\u00f6nnen. Deshalb ist nie Ruhe in der Kiste. Da ist immer Bewegung. Eine Forderung folgt der n\u00e4chsten. Die Forderung, nach \u201eVSS Schriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c ist inzwischen nicht mehr auf dem neuesten Stand der aktuellen W\u00fcnsche von Sexisten. Die Schriftstellerinnen hinken der Entwicklung hinterher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Inzwischen wollen die Feministen den Unterstrich \u201eSchriftsteller_innen\u201c (mit kleinem i), um damit all denen einen Raum zu geben, die sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen k\u00f6nnen. Oder sie fordern analog zu den vorgeschriebenen Studierenden die \u201eSchreibenden\u201c, was an die \u201eKulturschaffenden\u201c erinnert, die es in der DDR gab. Dann w\u00fcrde es also \u201eVS der Schriftsteller_innen\u201c oder \u201eVS der\/die Schreibenden\u201c hei\u00dfen. Wie w\u00e4re das?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frauen, die solche Verunstaltungen einfordern, sind feige Tyrannen. M\u00e4nner, die sich dem Sprachfeminismus anpassen, sind traurige Gestalten. Wenn sie sich zu Wort melden, klingt es jedes Mal wie das j\u00e4mmerliche Gestammel von verunsicherten Befehlsempf\u00e4ngern. Sie haben sich die M\u00f6glichkeit nehmen lassen, auf eigene Art h\u00f6flich, r\u00fccksichtsvoll und liebevoll zu Frauen zu sein. Sie sollen in Zukunft keine eigene Art mehr haben. Alle m\u00fcssen es auf ein und dieselbe Art tun. M\u00e4nnern sind die Formulierungen vorgeschrieben, mit denen sie Frauen \u201egerecht\u201c werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und wie? Immer sch\u00f6n die Doppelnennungen verwenden. Frauen nicht auf etwas \u201efestnageln\u201c, sie nicht auf etwas \u201ereduzieren\u201c, sie nicht \u201emarginalisieren\u201c, nicht \u201eexkludieren\u201c oder gar \u201eunsichtbar machen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Reicht das? Nein. M\u00e4nner m\u00fcssen obendrein sorgf\u00e4ltig auf ihre Wortwahl achten, als hielte man ihnen eine Pistole vor die Brust mit einer Drohung, wie man sie aus Krimis kennt: \u201eKein falsches Wort!\u201c (jedes Wort kann falsch sein, nicht nur \u201eDirndl\u201c oder \u201eTanzkarte\u201c). Inzwischen gilt auch das so genannte generische Maskulinum (also die bisher \u00fcbliche Pluralbildung) als falsches Passwort f\u00fcr den Zugang zur geschlechtergerechten Sprache.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>M\u00e4nner k\u00f6nnen die immer dringlicher werdenden Offensiven nicht l\u00e4nger ignorieren. Sie m\u00fcssen sich dazu verhalten. Sie sollen aber nicht etwa nur genervt, gn\u00e4dig oder wom\u00f6glich g\u00f6nnerhaft erdulden, dass Frauen unbeherrscht und schlampig daherreden; sie sollen es nicht l\u00e4nger nur tolerieren, sie sollen es vielmehr akzeptieren; sie sollen selber so sprechen und ihrerseits dazu beitragen, dass die deutsche Sprache zu einem nicht mehr \u00fcbersetzbaren, kuriosen Provinzdialekt verkommt, den keiner mag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schriftsteller wissen, was sie tun. Mit Sprache umzugehen geh\u00f6rt zu ihren t\u00e4glichen Routinen und Aufgaben. Viele von ihnen beherrschen auch eine Fremdsprache. Dann wollen wir doch mal sehen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"margin-left: 10px; background-color: lightgray; padding: 10px;\">\n<p>Aufgabe. \u00dcbersetzten Sie bitte:<\/p>\n<p>Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen gerne<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>Vergleichen Sie dazu:<\/p>\n<p>Weibliche und m\u00e4nnliche Schriftsteller lesen gerne<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Vergleichen Sie dazu:<\/p>\n<p>Schriftsteller lesen gerne<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>Erl\u00e4utern Sie die Unterschiede!<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin sicher, dass jeder Politiker, jeder Lehrer, jeder Pastor \u2013 kurz jeder, der eine geschlechtergerechter Sprache fordert und anderen vorschreiben will, an dieser simplen Aufgabe scheitert. Mit diesem Test k\u00f6nnen wir die Sprachm\u00f6rder \u00fcberf\u00fchren. Ich wiederhole mich: Ich habe gez\u00f6gert, den Ausdruck \u201eSprachm\u00f6rder\u201c zu verwenden. Aber ich bleibe dabei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Im <a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1108\">vierten Teil<\/a><\/strong> geht es um die Frage, was Sexisten wirklich wollen.<\/p>\n<p><strong>Im <a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1110\">f\u00fcnften<\/a><\/strong> (und letzten) <strong>Teil<\/strong> geht es um die grunds\u00e4tzliche Frage, ob das grammatische und das nat\u00fcrliche Geschlecht eins sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum <strong><a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1091\">zweiten Teil<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum\u00a0<strong><a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1080\">ersten Teil<\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Die deutschen Schriftsteller sind ratlos. Sie leiden an der Innenwelt und wissen nicht wohin mit Herta M\u00fcller <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was bisher geschah: Die deutschen Schriftsteller \u00fcberlegen, ob sie ihren Namen \u00e4ndern sollen oder nicht. Wenn sie sich wirklich, wie vorgeschlagen, in \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c umbenennen, dann reichen sie damit dem Sprachfeminismus den kleinen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"qubely_global_settings":"","qubely_interactions":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[116],"tags":[159,160,161,162,163,164,165,166,167,168,169],"class_list":["post-1105","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-teil-3","tag-generische-maskulinum","tag-lookism","tag-fat-shaming","tag-ursula-von-der-leyen","tag-peter-handke","tag-monika-gruetters","tag-sprachfeminismus","tag-nobelpreistraeger","tag-herta-mueller","tag-ying-yang","tag-work-life-balance","odd"],"acf":[],"qubely_featured_image_url":null,"qubely_author":{"display_name":"Bernhard Lassahn","author_link":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?author=1"},"qubely_comment":0,"qubely_category":"<a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?cat=116\" rel=\"category\">Teil 3<\/a>","qubely_excerpt":"Die deutschen Schriftsteller sind ratlos. Sie leiden an der Innenwelt und wissen nicht wohin mit Herta M\u00fcller &nbsp; Was bisher geschah: Die deutschen Schriftsteller \u00fcberlegen, ob sie ihren Namen \u00e4ndern sollen oder nicht. Wenn sie sich wirklich, wie vorgeschlagen, in \u201eSchriftstellerinnen und Schriftsteller\u201c umbenennen, dann reichen sie damit dem Sprachfeminismus den kleinen [...]","jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1105"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1105\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}