{"id":1112,"date":"2015-08-06T18:46:55","date_gmt":"2015-08-06T16:46:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1112"},"modified":"2015-10-22T23:47:49","modified_gmt":"2015-10-22T21:47:49","slug":"gefaehrliche-witze","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?p=1112","title":{"rendered":"Gef\u00e4hrliche Witze"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1114\" src=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Tim.jpg\" alt=\"Tim\" width=\"250\" height=\"272\" srcset=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Tim.jpg 250w, http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Tim-138x150.jpg 138w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein \u201egef\u00e4hrlicher\u201c Witz hat dem \u201ewitzelnden Professor\u201c Tim Hunt seine Stellung gekosten. Harald Martenstein vergleicht in der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2015\/29\/harald-martenstein-scherze-witze\">\u201aZeit\u2019<\/a> die hysterische Stimmung von heute, in der so ein Absturz m\u00f6glich ist, mit der McCarthy-\u00c4ra, \u201eals auf alles Linke eine Hexenjagd veranstaltet wurde und als jeder zum Kommunisten gestempelt wurde, der sich mit einem Buch von Bert Brecht erwischen lie\u00df.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ich antworte mit Fanpost:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eLieber Harald. Hoffentlich siehst du es mir nach, dass ich dich kumpelhaft anmache und duze. Ich bin ein gro\u00dfer Freund deiner Texte. Es ist schon vorgekommen, dass ich eine lachende Frauenstimme aus der K\u00fcche geh\u00f6rt habe und als ich dann nachfragte, was denn nun schon wieder los sei \u2013 dann war Harald Martenstein los.<\/p>\n<p>Dein Text \u00fcber Tim Hunt ist deshalb so stark, weil er so sachlich ist, so gr\u00fcndlich. Du bringst das umstrittene Zitat in voller L\u00e4nge:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"margin-left: 10px; background-color: lightgray; padding: 10px;\"><em>\u201eEs ist seltsam, dass ein chauvinistisches Monster wie ich gefragt wurde, vor Wissenschaftlerinnen zu sprechen. Lassen Sie mich von meinen Problemen mit Frauen erz\u00e4hlen. Drei Dinge passieren, wenn sie im Labor sind: Du verliebst dich in sie, sie verlieben sich in dich, und wenn du sie kritisierst, fangen sie an zu heulen. Vielleicht sollten wir getrennte Labore f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen einrichten? Spa\u00df beiseite, ich bin beeindruckt von der wirtschaftlichen Entwicklung Koreas. Und Wissenschaftlerinnen spielten dabei zweifellos eine wichtige Rolle. Wissenschaft braucht Frauen, und Sie sollten Wissenschaft betreiben trotz all der Hindernisse und trotz solcher Monster wie mir.\u201c<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir kleinlich w\u00e4ren, k\u00f6nnten wir nachfragen, ob es \u201eheulen\u201c oder \u201eweinen\u201c hei\u00dfen muss und ob an dieser Stelle schon die Empfindlichkeiten anfangen, aber wir sind nicht kleinlich, und auf solche Feinheiten kommt es eh nicht an, denn &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"margin-left: 10px; background-color: lightgray; padding: 10px;\"><em>\u201eDaraufhin brach ein Shitstorm los, wegen Sexismus. Hunt wurde gezwungen,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2015-06\/timothy-hunt-nobelpreis-sexismus-frauen-labor\">als Professor zur\u00fcckzutreten<\/a>, auch aus der Royal Society wurde er ausgesto\u00dfen. Es hat ihm nichts gen\u00fctzt, dass er sich entschuldigt hat. Als der Londoner B\u00fcrgermeister Boris Johnson sich vor ihn stellte und den \u201eunerbittlichen Moloch politische Korrektheit\u201c anprangerte, wurde auch Johnson sofort bedroht. Eine Abgeordnete sagte: \u201eJohnson macht sich schuldig im Sinne des Antidiskriminierungsgesetzes.\u201c Hunt arbeitete \u00fcbrigens in der Zellforschung, seine Forschungsergebnisse retten vielleicht Tausenden von krebskranken Frauen das Leben. Jetzt ist er erledigt, Berufsverbot, und kann niemanden mehr retten.\u201c<\/em><\/div>\n<p><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie kann man das erkl\u00e4ren? Wie kann man das verstehen?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDu schl\u00e4gst einen Vergleich vor. Das ist eine gute Idee. Denn daran zeigt sich, an welchen Stellen es \u00dcberschneidungen gibt und wo gewisse Unterschiede liegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"margin-left: 10px; background-color: lightgray; padding: 10px;\"><em>\u201eMich wundert, dass keiner die Parallelen zwischen diesem Fall und den Anschl\u00e4gen auf \u201aCharlie Hebdo\u2019 gesehen hat. Nat\u00fcrlich ist es ein Unterschied, ob man Leute erschie\u00dft oder ob man sie nur beruflich vernichtet. Aber in beiden F\u00e4llen geht es darum, dass Menschen es nicht ertragen, wenn \u00fcber etwas Scherze gemacht wird (werden), das sie f\u00fcr unantastbar halten. Und in beiden F\u00e4llen wird mit \u00e4u\u00dferster Unbarmherzigkeit vorgegangen, um ein Klima der Angst zu schaffen. Und die Akteure sind nicht \u201eder\u201c Islam oder \u201eder\u201c Feminismus, sondern radikale Gruppen.\u201c<\/em><\/div>\n<p><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p>Mich wundert es \u2013 ehrlich gesagt \u2013 nicht, dass niemand \u201eParallelen\u201c (Plural) gesehen hat, denn es gibt nur eine Parallele (Singular). Nur an einer Stelle ist ein Vergleich sinnvoll. Ich bin froh, dass du den in aller Deutlichkeit hervorhebst: <strong>Es wird in beiden F\u00e4llen mit \u00e4u\u00dferster Unbarmherzigkeit ein Klima der Angst geschaffen.<\/strong> Hier wirkt die alte Weisheit von Mao Zedong: Bestrafe einen, erziehe hundert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sonst sehe ich keine Parallelen. Aber gro\u00dfe Unterschiede. Zun\u00e4chst einmal handelt es sich um zwei grunds\u00e4tzlich verschiedene Sorten von Witzen (wer w\u00fcsste das nicht besser als du?): Das eine ist <strong>Satire<\/strong>, das andere ist <strong>Humor<\/strong>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Witz und Witz ist nicht dasselbe <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eSatire greift an, Satire ist grob, Satire ist k\u00e4mpferisch, Satire will verletzten, provozieren, erniedrigen; Satire stellt sich k\u00fcnstlich dumm und tut so, als h\u00e4tte sie kein Verst\u00e4ndnis; Satire meint, dass sie keine Grenzen beachten m\u00fcsse und grunds\u00e4tzlich alles d\u00fcrfe, weil Kurt Tucholsky es erlaubt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Humorist dagegen bezieht sich selbst mit ein. Wenn ein Humorist lacht, dann lacht er nicht nur \u00fcber andere, sondern immer auch \u00fcber sich selbst. W\u00e4hrend man \u00fcber einen Satiriker sprichw\u00f6rtlich sagt, dass er Pfeile abschie\u00dft, so versucht ein Humorist, ein gutes Ende im Lachen zu finden, das den anderen gelten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die beiden Witze unterscheiden sich damit auch in ihrem Gegenstand; denn es ist sehr wohl ein Unterschied, ob ich einen Witz \u00fcber Mohamed mache oder \u00fcber mich selbst. Wer ist das Monster? Bin ich es oder ist es der andere?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir die beiden Witze vergleichen, merken wir schnell, <strong>dass es gar keine sind.<\/strong> Nun kenne ich die Cartoons von \u201aCharlie Hebdo\u2019 nicht aus eigener Anschauung und muss bei meinem Urteil einem Feingeist wie Michael Klonovsky vertrauen. Ich vermute, dass sich die Macher des Blattes darin gefielen, mit dem Feuer der kalkulierten Geschmacklosigkeiten zu spielen. Sie wussten sehr wohl, dass ihre Bilder vom Propheten kein gutes Haar an ihm lie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz anders bei Tim Hunt. Er hebt die guten Haare der Frauen ausdr\u00fccklich hervor und streichelt sie. Im Vertrauen \u2013 unter uns Humoristen: Er ist sicher ein ausgezeichneter Forscher, aber kein guter Witzerz\u00e4hler. Seine Bemerkung ist \u00fcberhaupt nicht witzig. Sie ist ein verdruckstes Kompliment, eingerahmt in eine kokett-ironische Selbstbezichtigung, die man durchaus als misslungen ansehen, aber auch charmant finden kann. Fr\u00fcher haben wir uns in so einem Fall im Kreis aufgestellt und gemeinsam ausgerufen: \u201eWitz komm raus, du bist umzingelt!\u201c Es kam keiner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Um welches Heiligtum geht es eigentlich? <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was ist das \u201eUnantastbare\u201c, \u00fcber das man, wie du schreibst, keine Scherze machen darf? Beim Islam ist mir das klar. Das verstehe ich. Das respektiere ich. Aber beim Feminismus? Welche heilige Kuh hat Tim Hunt geschlachtet? Ich sehe da keine Kuh. Vermutlich ist er sowieso Vegetarier und schlachtet grunds\u00e4tzlich keine K\u00fche. F\u00fcr mich klingt er wie jemand, <strong>der sich redlich bem\u00fcht<\/strong>, dem Feminismus nach dem Mund zu reden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Frauen sagen es selber: Ihre gro\u00dfe Emotionalit\u00e4t sehen sie als besonderen Wert und sie sind es auch, die Arbeitspl\u00e4tze fordern, die nach Geschlechtern getrennt werden (was Tim Hunt nicht getan hat). Eine Gleichstellungsbeauftragte h\u00e4tte es wom\u00f6glich so formuliert \u2013 und ernst gemeint: \u201eImmer noch werden Frauen am Arbeitsplatz bel\u00e4stigt und ins Abseits gedr\u00e4ngt. Das muss sich \u00e4ndern. M\u00e4nner sind emotional verkr\u00fcppelt und k\u00f6nnen mit den Gef\u00fchlen der Frauen nicht umgehen. Deshalb brauchen wir einen permanenten Girls\u2019 Day, damit Frauen die M\u00f6glichkeit haben, ohne die sch\u00e4dliche Gesellschaft von M\u00e4nnern die Berufswelt zu erobern und neu zu gestalten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was hat Tim Hunt falsch gemacht? Das vernichtende Urteil, das \u00fcber Tim Hunt gef\u00e4llt wurde, lautet \u2013 das hast du ganz richtig dargestellt \u2013 <strong>Sexismus<\/strong>! Sexismus muss etwas ganz Schlimmes sein, etwas ganz, ganz Schlimmes. Was aber ist Sexismus?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>In N\u00fcrnberg wei\u00df man, was Sexismus ist <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEine Antwort finden wir in N\u00fcrnberg, der \u201eStadt des Friedens und der Menschenrechte\u201c. In ihrem Internetauftritt pr\u00e4sentiert die Stadt eine <a href=\"http:\/\/www.fes-gegen-rechtsextremismus.de\/pdf_11\/FES-Studie+Die+Abwertung+der+Anderen.pdf\">Studie<\/a> \u201egegen Rechtsextremismus\u201c aus dem Jahre 2011, die von der Friedrich Ebert Stiftung erstellt wurde. Darin geht es um Intoleranz, um Vorurteile, um Diskriminierung, um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, um die \u201eAbwertung der Anderen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und um Sexismus: <em>\u201e<\/em><em>Eine wesentliche Kategorie, auf der Vorurteile und Stereotypen im Alltag basieren, ist das Geschlecht. Die mangelnde Gleichstellung von M\u00e4nner(n) und Frauen in allen Bereichen des Lebens ist ein anhaltendes Thema, denn Frauen sind strukturell noch immer massiv benachteiligt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So ist das. Wer etwas einwenden will, \u00fcbersieht etwas Wichtiges: <em>\u201eStrukturelle Chancenungleichheiten und Diskriminierungen werden dabei \u00fcbersehen oder verleugnet, beispielsweise bei der Ablehnung von speziellen Frauenquoten mit dem Verweis darauf, dass sich individuelle Leistung durchsetze. \u00dcbersehen wird dabei, dass die entscheidenden Strukturen aber von M\u00e4nnern gemacht sind, an den Bed\u00fcrfnissen von M\u00e4nnern orientiert sind und von M\u00e4nnern dominiert werden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lassen wir die Frage beiseite, ob wir dem zustimmen oder nicht. F\u00fcr die Wissenschaftler, die diese Studie besorgt haben, stellte sich das Problem, wie man Sexismus nachweisen und in Zahlen ausdr\u00fccken kann. Das haben sie folgenderma\u00dfen gel\u00f6st: Sie haben die Zustimmung zu folgenden Aussagen abgefragt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"margin-left: 10px; background-color: lightgray; padding: 10px;\">\n<p>Frauen sollten ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernster nehmen.<\/p>\n<p>Wenn Arbeitspl\u00e4tze knapp sind, sollten M\u00e4nner mehr Recht auf eine Arbeit haben als Frauen.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So macht man das. So kommen Ergebnisse zustande, die man in Zahlen ausdr\u00fccken kann. Eine gro\u00dfe Zustimmung zu den S\u00e4tzen zeigt, dass im hohen Ausma\u00df Sexismus vorhanden ist. Ich w\u00fcsste schon \u2013 weil ich den Braten rieche \u2013, wie ich die S\u00e4tze bewerten m\u00fcsste, wenn ich mich vom Vorwurf des Sexismus reinwaschen wollte, aber ein wenig verwirrt bin ich doch. Wann wurde eigentlich das <strong>\u201eRecht auf eine Arbeit\u201c<\/strong> eingef\u00fchrt? Da muss ich gerade im Urlaub gewesen sein. Wie auch immer. Ich glaube, wir sind uns einig: Dies ist nat\u00fcrlich eine gaaanz andere Art von Wissenschaft als die, die Tim Hunt betrieben und f\u00fcr die er den Nobelpreis erhalten hat.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mit dem Dirndl zur Arbeit. Geht das?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eImmerhin wird damit etwas deutlich, das wom\u00f6glich den ein oder anderen \u00fcberrascht \u2013 oder die eine oder die andere oder all die, die nicht wissen, ob sie zu den einen oder zu den anderen geh\u00f6ren. Man kann auch in unserem Alter immer noch \u00dcberraschungen erleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele stellen sich wom\u00f6glich etwas Falsches vor, wenn sie das b\u00f6se Wort \u201eSexismus\u201c h\u00f6ren. Sie stellen sich vor, dass damit ein Verhalten von M\u00e4nnern gemeint ist, die nicht richtig auf den <strong>Sexappeal<\/strong> von Frauen reagieren (Dirndl, Tanzkarte, Aufschrei, Alltagssexismus &#8230; oder: Busengrapschen, Blondinenwitze &#8230;), dass es also irgendwie etwas mit der k\u00f6rperlichen Attraktivit\u00e4t von Frauen zu tun hat, die auch als \u201eerotisches Kapital\u201c bezeichnet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber da ist noch mehr. Da ist noch etwas anderes: Der Sexismus, um den es hier geht, wird durch die Frage definiert, wie die Bedeutung der <strong>Frauen f\u00fcr die Arbeitswelt<\/strong> gesehen wird: Ein Sexist ist demnach jemand, der einer Politik nicht zustimmen mag, die Frauen verst\u00e4rkt aus der Familie heraus- und in die Arbeitswelt hineindr\u00fccken will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So passt es halbwegs zu Tim Hunt. So kann man ihn auch gut von Rainer Br\u00fcderle unterscheiden, der ebenfalls als Sexist gilt, wenn auch irgendwie auf andere Art. Bei ihm gab es auch ein echtes \u201eOpfer\u201c (wenn wir es so sehen wollen), das unter ihm leiden musste, eine Journalistin vom \u201astern\u2019. Wie war das bei Tim Hunt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anders. Kein Opfer in Sicht. Tim Hunt hat keiner Frau etwas angetan, seine Feindlichkeit, die man ihm unterstellt, ist eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, sie richtete sich nicht gegen eine real existierende Frau, sondern gegen die Frauen als Gruppe. Deshalb ist auch eine Entschuldigung oder eine Wiedergutmachung nicht m\u00f6glich: Bei wem sollte er sich entschuldigen? Bei \u201eden\u201c Frauen? Wo sollte eine Wiedergutmachung ansetzen? Er hat nichts Schlechtes gemacht. Tim Hunt ist ein Wohlt\u00e4ter. Den Frauen als Gruppe hat er mit seiner Forschung geholfen und hat, wie du sagst, damit wom\u00f6glich der ein oder anderen aus der Krankheit herausgeholfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Immerhin: Wir haben nun verstanden, dass wir Sexismus nicht nur an einer <strong>Meinung zum Busen im Dirndl<\/strong>, sondern auch an einer <strong>Meinung zur Frau in der Arbeitswelt<\/strong> erkennen \u2013 das Wichtigste haben wir damit immer noch nicht kapiert. Wir stehen aber kurz davor. Wir m\u00fcssen uns nicht nur fragen, <strong>was<\/strong> Sexismus ist, sondern vielmehr, <strong>wer<\/strong> die Sexisten sind.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nicht was, sondern wer<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eMan handelt sich den Vorwurf, ein Sexist zu sein, nicht dadurch ein, dass man etwas sagt, das man besser nicht sagen sollte, sondern dadurch, <strong>dass man ein Mann ist<\/strong>, egal was man gesagt und wie man es gemeint hat. Um in dem Bild zu bleiben, das du verwendet hast: Tim Hunt wurde nicht etwa mit einem Taschenbuch von Bertolt Brecht erwischt, sondern mit einem Taschenbuch von Simon de Beauvoir.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir ahnten es schon, als ich mir die Gleichstellungsbeauftragte ausgedacht und ihr einen fiktiven Text untergejubelt habe. Da hatte sich gezeigt, dass es gar nicht darauf ankommt, <em>was<\/em> jemand sagt. Es kommt einzig und allein darauf an, <em>wer<\/em> dieser jemand ist. Hier findet die ber\u00fcchtigte <strong>Wer-Was-Verwechslung<\/strong> statt, die eine menschenfeindliche, intolerante Grundstimmung kennzeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das zeigt auch die erw\u00e4hnte Studie, die man auf der Internetseite der Stadt N\u00fcrnberg nachlesen kann. Ich bin sicher, dass sie das nicht zeigen wollte. Sie zeigt es aber. Selber schuld. Das haben sie nun davon. Warum machen sie solche fragw\u00fcrdigen Studien?! Wir erinnern uns? Ob man Sexist ist oder nicht, sollte sich am Umgang mit den beiden Testfragen offenbaren. Was ist dabei herausgekommen? Oh weh, es gibt es Sexismus. Es w\u00e4re auch erstaunlich gewesen, wenn herausgekommen w\u00e4re, dass es keinen gibt. Doch nun kommt die spannende Frage: Wer ist sexistisch? Was sind das f\u00fcr Leute? Die Antwort: Frauen sind es. <strong>Frauen sind sexistisch<\/strong>. Mehr als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: wenn man auf der Basis dieser Definition von Sexismus, die durchaus einen gewissen offiziellen Rang beanspruchen kann, einen Mann als \u201eSexisten\u201c bezeichnet, <strong>dann bezeichnet man damit einen Mann, der die Mehrheitsmeinung der Frauen vertritt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das darf er nicht. Wehe! Wenn er es dennoch tut, kann es ihn (beruflich) vernichten. Warum? Weil er ein Mann ist. Darum! Frauen k\u00f6nnen sexistisch sein, soviel sie wollen. Aber: Wenn jemand aufgrund der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Gruppe (die er sich nicht ausgesucht hat und die er auch nicht \u00e4ndern kann) verurteilt wird, dann ist das \u2013 bitte tief Luft holen vor dem Aufschreien \u2013 &#8230; hhh, hhh, hhh, &#8230; dann ist das: <strong>Rassismus<\/strong>. Dann ist das gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Dann ist das der wahre Sexismus von heute \u2013 der gef\u00e4hrliche Sexismus. Er ist nur f\u00fcr M\u00e4nner gef\u00e4hrlich. Ein Mann kann jederzeit durch einen unbegr\u00fcndeten Sexismus-Vorwurf zugrunde gerichtet und Opfer eines Shitstorms (Steinigung in digitaler Dosis) werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nicht Tim Hunt ist Sexist. Seine Peiniger und Steiniger sind Sexisten. Da es sich um Frauen handelt, kann man auch sagen: seine Peinigerinnen und Steinigerinnen. Sie verurteilen ihn nicht etwa f\u00fcr eine schreckliche Tat, nicht daf\u00fcr, dass er als Person etwas Unverzeihliches getan h\u00e4tte, sondern daf\u00fcr, dass er einer Gruppe \u2013 der Gruppe \u201eder\u201c M\u00e4nner \u2013 angeh\u00f6rt, gegen die sich ihre gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit richtet, die sie als die m\u00e4chtigen Sexistinnen von heute gen\u00fcsslich und hemmungslos exekutieren. Weil sie es k\u00f6nnen. Weil sie es d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo sind sie alle?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNun kommt der Punkt, an dem sich der Fall Tim Hunt krass vom Fall \u201aCharlie Hebdo\u2019 unterscheidet. Hier gibt es keine Parallele. Im Gegenteil. Ich frage mich: Wo sind die Schriftstellerinnen, die SchriftstellerInnen, die Schriftsteller_innen, die Schriftsteller*innen &#8230; wo sind die Journalistinnen, JournalistInnen, Journalist_innen, Journalist*innen und all diejenigInnen, die schon durch ihre aufdringliche Selbstbezeichnungen deutlich machen, wie wichtig ihnen ihre Sensibilit\u00e4t f\u00fcr gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist? Wo sind sie? Was sagen sie dazu? Was sagen die Feministen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wo sind (abgesehen von uns beiden) die Schriftsteller und Journalisten, die f\u00fcrchten m\u00fcssen, dass sie in Zukunft nur noch unaufrichtige und verkniffen angepasste Texte schreiben k\u00f6nnen? Wo sind die aufrechten Politiker, die seri\u00f6sen Wissenschaftler, die publikumswirksamen Bedenkentr\u00e4ger, die mutigen Verteidiger von Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit, die sich europaweit zu eindrucksvollen Massenveranstaltungen zusammenfinden? Wo sind die ge\u00e4nderten Profilbilder auf facebook? Wo kann man T-Shirts mit der Inschrift \u201eI am Tim\u201c kaufen? Wo bleibt der Aufstand der Anst\u00e4ndigen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte sich doch mit einem ausgezeichneten Wissenschaftler und Hobby-Humoristen, dessen Scherz wir nun genau kennen, viel eher solidarisch erkl\u00e4ren als mit Zeichnern von Cartoons, die viele von denen, die sich spontan \u201eJe suis Charlie\u201c auf den Oberarm t\u00e4towieren lie\u00dfen, nicht kannten. Es geht schlie\u00dflich prinzipiell um dieselbe Sache! Oder \u2013 sagen wir \u2013 um eine vergleichbare Sache. Insofern ist dein Blick auf die Parallelen, \u00fcber die ich anfangs ein wenig gemeckert habe, richtig und wichtig.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Fische k\u00f6nnen nichts daf\u00fcr<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNun kommt ein Punkt, an dem ich widersprechen m\u00f6chte \u2013 oder anders gesagt: Es kommt ein Punkt, den ich ausf\u00fchren will. Du schreibst, dass nicht \u201eder\u201c Feminismus der Akteur war, sondern eine radikale Gruppe. Damit entschuldigst du \u201eden\u201c Feminismus. Der war\u2019s also nicht. Man kann sich auch schlecht vorstellen, dass \u201eder\u201c Feminismus, den du zu recht in Anf\u00fchrungsstrichen auftreten l\u00e4sst, ein Akteur ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber wenn es nicht \u201eder\u201c Feminismus war, <strong>wer dann?<\/strong> Wo ist hier die radikale Gruppe? Sehen wir uns die <strong>Akteure<\/strong> n\u00e4her an. Da sehen wir eine feministische Journalistin, die vors\u00e4tzlich falsch von dem Vortrag berichtet und damit einen Shitstorm ausgel\u00f6st hat (sie meldete, dass der Bemerkung von Tim Hunt eisiges Schweigen folgte. Tonaufnahmen von dem herzlichen Applaus wurden erst bekannt, als es zu sp\u00e4t war). Da sehen wir feministische Steinigerinnen, die innerhalb k\u00fcrzester Zeit einen Shitstorm lostreten konnten. Dann sehen wir die feministische Leitung der Universit\u00e4t, die vorschnell, ohne Tim Hunt eine Chance zu geben und ohne den Fall richtig zu kennen, mit einem Rauswurf reagierte. Dann sehen wir die von dir erw\u00e4hnte feministische Abgeordnete, die den B\u00fcrgermeister von London (einen Mann), der Tim Hunt verteidigen wollte, zurechtwies und ihm Rechtsverletzung vorwarf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was wird getan?<\/strong> Es wird eine falsche Beschuldigung in die Welt gesetzt. Das ist nicht ungew\u00f6hnlich. Das passiert st\u00e4ndig. Der ach-so-privilegierte alte, wei\u00dfe Mann ist sowieso im Moment die beliebteste Adresse f\u00fcr Schuldzuweisungen im gro\u00dfen Stil. Da wird es dann schon keinen Falschen treffen. Dann wird noch etwas von den vielen, kleinen Schei\u00dfest\u00fcrmerinnen beigetragen, immer nur ein bisschen was, es wird nur ein klitzekleiner Kieselstein geworfen. Dann wird unterlassen. Es wird etwas <strong>nicht<\/strong> getan. Tim Hunt wird <strong>nicht<\/strong> weiter besch\u00e4ftigt. Seine Entlassung wird <strong>nicht<\/strong> begr\u00fcndet. Ihm wird <strong>nicht<\/strong> mehr zugeh\u00f6rt. Die meisten Akteure in dem Fall sind Nicht-Akteure. Das gilt auch f\u00fcr alle, die fassungslos zuschauen \u2013 und nichts tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer tut denn etwas?<\/strong> Es ist in unserem Fall keine radikale Gruppe, die etwas Verbrecherisches getan hat. Wir haben es mit einem Schwarm zu tun, der unbeirrt mit dem Strom treibt. In ihm schwimmen viele kleine Fische mit, die gar nicht zu gro\u00dfen Verbrechen in der Lage sind. Einige davon sind niedertr\u00e4chtig, viele sind nur dumm. Sind sie radikal? Im Einzelfall sind sie es nicht. Sie wirken aber in ihrer Gesamtheit. Jede einzelne Mitschwimmerin ist der Meinung, dass sie eigentlich nichts t\u00e4te. Oder bestenfalls ein bisschen was tut. Doch jede einzelne tut es in dem Wissen, dass die kleinen Unterlassungen und die vielen kleinen Kieselsteine verheerende Folgen haben (sonst bringt ein Shitstorm keine Befriedigung, die bringt er nur, wenn er mit <strong>Macht und Verantwortungslosigkeit<\/strong> verbunden ist).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So bleibt zum Schluss die ber\u00fchmte Frage eines Krimilesers: Wer war es? Ist der T\u00e4ter endlich \u00fcberf\u00fchrt? Ja. Der Akteur ist der Feminismus in seiner Gestalt als sexistisch-rassistische furchterregende Medusa.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Erfinder des Dreiwortsatzes \u201eJe suis Charlie\u201c hatte damals erkl\u00e4rt, dass eine der Bedeutungen dieses Slogans sein sollte: \u201eIch habe keine Angst\u201c. Ich habe den Eindruck, dass wir Angst haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Herzliche Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Bernhard\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein \u201egef\u00e4hrlicher\u201c Witz hat dem \u201ewitzelnden Professor\u201c Tim Hunt seine Stellung gekosten. Harald Martenstein vergleicht in der \u201aZeit\u2019 die hysterische Stimmung von heute, in der so ein Absturz m\u00f6glich ist, mit der McCarthy-\u00c4ra, \u201eals auf alles Linke eine Hexenjagd veranstaltet wurde und als jeder zum Kommunisten gestempelt wurde, der sich mit [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"qubely_global_settings":"","qubely_interactions":"","_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[119],"tags":[133,134,102,135,107,136,120,137,121,138,122,139,123,140,124,141,125,143,126,144,127,145,128,146,129,147,130,132],"class_list":["post-1112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gefaehrliche-witze","tag-strukturelle-chancenungleichheit","tag-recht-auf-eine-arbeit","tag-sexismus","tag-dirndl","tag-tim-hunt","tag-rainer-bruederle","tag-mccarthy-aera","tag-alltagssexismus","tag-bertolt-brecht","tag-erotisches-kapital","tag-harald-martenstein","tag-wer-was-verwechslung","tag-charlie-hebdo","tag-steinigung","tag-feminismus","tag-je-suis-charlie","tag-satire","tag-shitstorm","tag-humor","tag-i-am-tim","tag-kurt-tucholsky","tag-mao-zedong","tag-mohamed","tag-sexappeal","tag-michael-klonovsky","tag-simon-de-beauvoir","tag-nuernberg-stadt-des-friedens-und-der-menschenrechte","tag-gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit","odd"],"acf":[],"qubely_featured_image_url":null,"qubely_author":{"display_name":"Bernhard Lassahn","author_link":"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?author=1"},"qubely_comment":0,"qubely_category":"<a href=\"http:\/\/www.bernhard-lassahn.de\/?cat=119\" rel=\"category\">Gef\u00e4hrliche Witze<\/a>","qubely_excerpt":"&nbsp; &nbsp; &nbsp; Ein \u201egef\u00e4hrlicher\u201c Witz hat dem \u201ewitzelnden Professor\u201c Tim Hunt seine Stellung gekosten. 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