
Mai Horlemann
Die ungekrönte „Limerick-Queen“ Mai Horlemann, die in ihrem neuen Programm den Limerick auf die Kleinkunstbühne bringt, hat ihre Inspiration von ihrer Mutter, die schon in den 70er Jahren Limericks veröffentlicht hat, als Deutschland gerade in einer Art Gegenbewegung zur anspruchsvollen Politkunst der 68er von einer Nonsens-Welle erfasst wurde (Otto, Insterburg, Häschenwitze …). Die Ursprünge des Limericks wiederum gehen zurück Edward Lear und auf eine Nonsens-Mode ab 1830 in England.
Mai Horlemann erklärt die klassischen Bausteine: ein ungewöhnlicher Ortsname, hygienische Anspielungen und versteckte oder offene Erotik. Sie spricht über die Faszination der Form, über ihre Vorliebe für dreisilbige Reime, und erklärt, warum Limericks „glücklich machen“. Als ihre Mutter an Alzheimer erkrankte und sich an kaum noch etwas erinnern konnte, waren Limerick-Reime das Letzte, das ihr im Gedächtnis geblieben war – und damit auch die Erinnerung „an die sonnigen Tage der Kindheit“.

kurz gesagt