Emrah Erken
Emrah Erken hat sich „verliebt“ in den Hotjazz, in die Komplexität und die „Lebendigkeit“, die von alten Schellackplatten ausgeht, „als würde einem die Musik ins Gesicht springen“. Er sammelt die Platten nicht nur, er bereitet sie so auf, dass sie die Hörer von heute erfreuen können und präsentiert seine Schätze auf seinem Kanal „Atticus Jazz“.
Emrah Erken schwärmt besonders von Bix Beiderbecke und dem jungen Louis Armstrong – „etwas vom Besten, was die Vereinigten Staaten überhaupt hervorgebracht haben“ – und berichtet, wie einst ein Weißer zu ihm sagte: „Hey weißt du was, ich hasse Nigger, aber du, du bist ganz anders“. Erken erzählt von der wilden Zeit der 20er Jahre, von Lynchmorden und von „Race Records“, aber auch vom Zusammenspiel von Weißen und Schwarzen, und er verrät, welche geheime Bedeutung das Stück „Boy In The Boat“ hat und was für ein Engagement mit dem Namen „Atticus“ verbunden ist.

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