
Gunnar Kunz
„Die ganze Welt ist wie verhext“, heißt es in dem Schlager ‚Veronika, der Lenz ist da‘, „die Mädchen singen Tralala“. So war das Lebensgefühl der Weimarer Zeit. Heute leben wir wieder in Zeiten, die uns so vorkommen, als wären sie aus den Fugen geraten. Ich spreche mit dem Schriftsteller Gunnar Kunz, der uns den „Gender-Empathy-Gap“ erklärt und seine fast vollendete Roman-Reihe über die Weimarer Republik vorstellt, die er uns in ihrer Widersprüchlichkeit und Farbigkeit nahebringt. Dann können wir uns fragen, welche Lehren wir aus dieser wirren Epoche ziehen. Gleiten wir etwa wieder in einen totalen Staat ab? Sind wir durch moralischen Doppelstandard und der fortschreitenden Spaltung der Gesellschaft schon darauf vorbereitet?
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