
Bengt Kiene
Bengt Kiene ist seit über 30 Jahren auf Kabarettbühnen aktiv, als Solist oder mit der Gruppe „Hammer und Harfe“. Von Anfang an waren Lieder von Georg Kreisler im Programm; Kreisler war überhaupt der Grund, „warum er auf die Bühne geklettert ist“. Von Anfang an gehörte auch das Thema Krieg und Frieden dazu. Da konnte er aus dem Vollen schöpfen und sich an den Perlen der Kabarett-Tradition bedienen. Soweit so gut. Doch dann wurde durch den Lockdown „alles dicht gemacht“. Corona war für ihn „die Wetterscheide“. Bengt Kiene findet deutliche Worte: „Der ganze Berufsstand Kabarett hat sich bis auf die Knochen blamiert“, und es hat sich wieder mal gezeigt, dass die Eliten nicht für, sondern gegen die Bevölkerung arbeiten.
Nun droht uns die Kriegstüchtigkeit. Auch wenn uns Corona gespalten hat, nun gilt es mit allen Kräften gemeinsam für Frieden und gegen die Kriegstreiberreit zu trommeln. Texte und Lieder zu dem Thema kannte er schon aus früheren Programmen, das hat es ihm leicht gemacht, unter dem Titel „. . . und Friede auf Erden“ eine Sammlung von „Friedensimpulse“ zusammenzustellen. Außerdem kann man ihn mit dem Programm „Corona Nachschlag. War da was?“ erleben. „Corona. War da was?“ ist auch der Titel eines Buches aus dem Kontrafunk-Shop; die beiden Projekte sind unabhängig voneinander entstanden. Bengt Kiene spürt, dass es eine deutliche Nachfrage nach einer Aufarbeitung gibt, dass „viele darauf ansprechen. Da müssen wir dranbleiben“.

Hören Sie auch im Kontrafunk
Timo Eisbrenner – Lieder für den Frieden
Isabelle Casel – „European Peace Project“
Wolfgang Bittner – Warnung vor dem Krieg
Leo Ensel – Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit
Patric Vogt – Der richtige Weg zum Frieden
Alexander von Bismarck – Begegnungen, die zum Frieden führen
Christian Reuther – Friedensfahrt mit dem Rad zu Ostern
Stefan Krähe – „Für den Frieden geh ich mit jedem auf die Straße“
Léopold Franckowiak, Johannes L.M. Koch – Kriegsdienstverweigerung und der „Winterschlaf der Kultur“