
Sergey Khorolsky, Sergej Berezhniuk
Schon während seiner Armeezeit im Jahre 2012 produzierte Sergey Khorolsky humorvolle, leicht erotische Musikvideos. Mit Kriegsbeginn wurden die Videos politischer, nach seinem Spottlied „Patriotin“ über Frauen, die selber das Land verlassen hatten und gleichzeitig Männer zum Kämpfen aufforderten, wurde das Militär auf ihn aufmerksam. Er musste untertauchen, schließlich gelang ihm die Flucht, indem er nachts durch einen Grenzfluss nach Moldawien schwamm.
In Deutschland setzt er seine Videoarbeit fort, nun jedoch als Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen: Er sammelt Aufnahmen von gewaltsamen Zwangsrekrutierungen durch die sogenannten TCK-Einheiten, die brutal Männer entführen. Möglich wird das Gespräch durch Übersetzungen und Erklärungen von Sergej Berezhniuk, der mit Sergey Khorolsky befreundet ist, und die aktuelle Lage in der Ukraine kennt. Beide hoffen, dass durch das Aufzeigen der Menschenrechtsverletzungen der internationale Druck erhöht werden kann und der Krieg ein baldiges Ende findet.

Sergey Khorolsky, Sergej Berezhniuk
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