Folge 186: Adenauer kannte noch kein Smartphone

 

Sebastian Maack

„Kinder kriegen die Leute sowieso“, hatte Adenauer gesagt. Doch die Kinder bleiben aus. Wir gehen einer demographischen Katastrophe entgegen. Im letzten Jahr ist weltweit die Geburtenrate unter das Bestandshaltungsniveau von 2, 1 Kindern pro Frau gesunken. Es gibt weltweit eine zunehmende Bindungsunfähigkeit, und dabei spielt das Smartphone eine gewisse Rolle. Studien, die untersucht haben, wann und wo sich das Smartphone verbreitet hat und die Verbreitung mit der Geburtenrate verglichen haben, haben gezeigt, dass mit der zunehmenden Nutzung der Smartphones die Anzahl der Partnerschaften gesunken ist und damit auch die Geburtenrate.

Sebastian Maack ist Bundestagsabgeordneter im Familienausschuss und hat alle familienfördernden Maßnahmen der letzten 150 Jahre weltweit überprüfen und auflisten lassen und dabei die Frage gestellt, was erfolgreich war. Maack resümiert: „Es gibt keine familienpolitischen Maßnahmen, die funktioniert haben.“

Die AfD nimmt für sich in Anspruch, dass sie die Partei ist, die das „modernste Familienbild“ hat, weil es die Wertschätzung der Erziehungsarbeit von Vätern und Großeltern einbezieht und die linken Konzepte der 70er und 80er Jahre, die mehr Schaden als Nutzen gebracht haben, hinter sich lässt. „Das ist auch der Weg der Zukunft. Also, wenn wir den nicht gehen, dann gibt es keine Zukunft.“

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Folge 185: Bengt Kiene – „Corona hat uns gespalten, doch nun gilt es, gemeinsam für Frieden zu trommeln“

 

 

 

Bengt Kiene ist seit über 30 Jahren auf Kabarettbühnen aktiv, als Solist oder mit der Gruppe „Hammer und Harfe“. Von Anfang an waren Lieder von Georg Kreisler im Programm; Kreisler war überhaupt der Grund, „warum er auf die Bühne geklettert ist“. Von Anfang an gehörte auch das Thema Krieg und Frieden dazu. Da konnte er aus dem Vollen schöpfen und sich an den Perlen der Kabarett-Tradition bedienen. Soweit so gut. Doch dann wurde durch den Lockdown „alles dicht gemacht“. Corona war für ihn „die Wetterscheide“. Bengt Kiene findet deutliche Worte: „Der ganze Berufsstand Kabarett hat sich bis auf die Knochen blamiert“, und es hat sich wieder mal gezeigt, dass die Eliten nicht für, sondern gegen die Bevölkerung arbeiten. Nun droht uns die Kriegstüchtigkeit. Auch wenn uns Corona gespalten hat, nun gilt es mit allen Kräften gemeinsam für Frieden und gegen die Kriegstreiberreit zu trommeln. Texte und Lieder zu dem Thema kannte er schon aus früheren Programmen, das hat es ihm leicht gemacht, unter dem Titel „. . . und Friede auf Erden“ eine Sammlung von „Friedensimpulse“ zusammenzustellen. Außerdem kann man ihn mit dem Programm „Corona Nachschlag. War da was?“ erleben. „Corona. War da was?“ ist auch der Titel eines Buches aus dem Kontrafunk-Shop; die beiden Projekte sind unabhängig voneinander entstanden. Bengt Kiene spürt, dass es eine deutliche Nachfrage nach einer Aufarbeitung gibt, dass „viele darauf ansprechen. Da müssen wir dranbleiben“.

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Folge 184: Ulli Kulke – Die Südsee – Sehnsuchtsort für Erzähler und Klimaschwindler

Ulli Kulke

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Ulli Kulke hat als erster deutscher Journalist die abgelegenen Pitcairn Inseln besucht, auf der sich einst die Meuterer von der Bounty versteckt hatten. Er kennt nicht nur die berühmten Sehnsuchtsorte, sondern auch selten besuchte Adressen in der Südsee, er war auf den Gewürzinseln, auf kleinen Atollen und auf der legendären Insel Yap, wo die Geldmünzen so groß sind wie Mühlsteine. Als Donald-Duck-Leser und studierter Volkswirt hat ihn natürlich das „große Geld“ besonders gereizt, aber noch stärker war der Lockruf der Südsee gewesen, der ihn schon als Kind verführt hatte. Von seinen Traumreisen hat er erstaunliche Geschichten mitgebracht, die in der Ferne „auf ihn gewartet hatten“. Hier warteten dann Preise und Auszeichnungen auf ihn. Seine journalistische Laufbahn hat ihn von der ‚taz‘ zu ,natur‘ zu ‚mare‘ und zur ,Achse des Guten‘ geführt – eine Entwicklung, die man gut in dem Buch „Wenn das Denken die Richtung ändert. Warum wir nicht mehr links sind“ nachvollziehen kann. Ulli Kulke ist den Klimaschwindlern auf die Schliche gekommen und lässt die Lügen auffliegen, an denen viele, die sich zur Rettung des Klimas aufgerufen fühlen, immer noch hängen. Er wiederum hängt immer noch an seinem Jugendtraum und lässt einen deutlich spüren, dass er dem Zauber der Südsee immer noch erlegen ist: Aloa!

Folge 72: Jörg Drieselmann – Auch die Wahrheit kann Hetze sein

Jörg Drieselmann

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Jörg Drieselmann kennt die Stasi aus seinem unmittelbaren Erleben und aus der kritischen Distanz. Als 18jähriger wurde er verhaftet und als angeblicher „Rädelsführer einer staatsfeindlichen Gruppierung“ zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte ein Plakat gemalt, auf dem die Zahl der an der innerdeutschen Grenze Erschossenen genannt wurde. Sein Vernehmungsoffizier teilte ihm mit, dass auch die Wahrheit „Hetze“ sein kann. Später wurde er zum langjährigen Leiter des Stasi-Museums, der Gedenkstätte in der Normannenstraße. Er spricht am Beispiel seiner eigenen Geschichte und als Interpret der aufschlussreichen Erzählung vom Gemüsehändler aus Prag aus dem Buch „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ von Václav Havel über die wahren Botschaften von politischen Parolen und von anderen Gesinnungsnachweisen wie aktuell der FFP2-Maske.

Folge 115: Michael Gaedt – Der Freischütz mit dem Motorrad. Oper einmal anders

Michael Gaedt

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Die Karriere von Michael Gaedt in der Welt der leichten Unterhaltung kam ihm wie ein einziges Wunder vor. 35 Jahre hat er durchgeschwitzt vorne am Bühnenrand gestanden und sich verausgabt. Nun hat er überraschend zur Oper gefunden und wurde erfolgreich Regisseur beim „Freischütz“ und der „Entführung aus dem Serail“. Doch so überraschend ist es nicht, denn die Welten liegen nicht so weit auseinander, wie man denken sollte. „Das Neue ist immer dasselbe“, erklärt er. „Ein Drei-Minuten-Popsong ist nichts anderes als ein 120-Minuten-Film in Überlänge. Nur zusammengedampft. Es geht immer um die echten Gefühle, um die echte Angst. Wo kommt sie her? Warum habe ich die Furcht? Wie komme ich darüber hinweg? Wo ist die Liebe?“ Eine Sendung für Freunde und Verächter der Oper gleichermaßen. Und für Freunde des Motorrads.

Folge 28: Chie Ishii – Heinz Erhardt – wie wir ihn noch nicht kannten

Chie Ishii

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Ein Glücksfall: Die japanische Konzertpianistin Chie Ishii lernt Marita Malicke kennen, eine der Töchter von Heinz Erhardt, von dem sie noch nie gehört hatte. So kommt sie an bisher unbekannte Noten aus dem Nachlass und lernt über den privaten Zugang – ohne irgendwelche Vorbehalte zu haben – Heinz Erhardt als ernsthaften Künstler kennen, als eigenständigen Musiker, als feinen Poeten und großen Humoristen. So schenkt sie uns mit ihren Programmen einen neuen Heinz Erhardt und erinnert daran, dass der Frohsinn eine ernste Sache ist, und dass wir das Ernste nicht tragisch nehmen sollen.

Folge 183: Bernhard Lassahn – Heimat. Was allen in die Kindheit scheint. Am Anfang war das Kinderlachen

Bernhard Lassahn

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Haben wir überhaupt noch eine Heimat? Oder nur noch eine Erinnerung daran?  „Heimat“ ist das berühmte letzte Wort bei Ernst Bloch in seinem dreibändigen Werk, „Das Prinzip Hoffnung“. Worauf hoffen wir? Darauf, dass wir unsere „Entäußerung“ und „Entfremdung“ ablegen können und „dann etwas entsteht, was allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ Was einem in die Kindheit scheint, soll hier in bei einem Rundgang durch ein imaginäres Heimatmuseum vorgeführt werden: Wir erinnern uns an Gartenzwerge, an die Dauerwurst und an den Ochsenschwanz, an die Mausefalle, den Flitzebogen und den Gilb. Damals gab es noch ein verheißungsvolles Party-Zimmer mit geheimnisvollen Gästen wie Freddy, Lex Barker und Rex Gildo. Es gab Gerätschaften wie den Zehnplattenwechsler und die Bartwickelmaschine. Und es gab Witze, die immer so anfingen: ein Deutscher, ein Russe und ein Amerikaner … Die Witze waren die Gewürze der Kinderzeit. Am Anfang stand das Kinderlachen. Das hat uns die Erinnerung vergoldet.

Folge 25: Peter Losinger – Was lockt uns in die weite Welt?

Peter Losinger

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Wovon träumen wir? Wovon träumt der Kapitän? Peter Losinger ist der richtige Traumschiffkapitän ­- nicht der aus dem Fernsehen. Er fuhr auf Frachtschiffen und war 30 Jahre lang Gala-Kapitän auf dem Kreuzfahrtschiff ‚MS Europa‘. Wir fragen uns, was das eigentlich für Träume sind. Ist es wirklich der Wunsch, die weite Welt kennenzulernen, oder ist es die Erinnerung an die eigene Kindheit und Jugend, die mit dem Kulturprogramm der Altstars auf hoher See simuliert wird? Wir sprechen über die großen Dramen und Legenden der Seefahrt, über den Untergang der ‚Titanic‘, über das Unglück der ‚Costa Concordia‘ und über die Meuterei auf der ‚Bounty‘.

Folge 182: Gabriele Gysi – Europa

Gabriele Gysi

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Was als vielversprechendes Zukunftsprojekt begann mit der Vorstellung von einem geeinten Europa in Frieden und Freiheit hat sich zu einer Bedrohung entwickelt. Gabriele Gysi findet deutliche Worte, sie spricht von „Betrug“, von einem neuen „Imperialismus“ und von „organisierter Verantwortungslosigkeit“, wie man sie aus der DDR kannte und wie sie heute durch das Wirken der NGOs in neuer Form auflebt. Sie beklagt eine kulturelle Nivellierung, spricht von Abscheulichkeiten wie dem Eurovision Song Contest und der Art, wie sich die olympischen Spiele präsentieren. Sie warnt vor einer neuen Aufrüstung und zeigt sich fassungslos über die „Sanktionen“, die sich die EU anmaßt. Gabriele Gysi hält es für notwendig, nationale Grenzen zu respektieren und damit auch eine nationale Identität. Sie sieht eine Perspektive in der Verbesserung der Beziehungen zu Russland und in einer Orientierung hin zu einer Neutralität.

Folge 24: Mathias Lück – Der Wald ist nicht gestorben, er gibt uns neue Kraft

Mathias Lück

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Zusammen mit dem Waldpädagogen und Liedermacher Mathias Lück gehen wir zweimal in den Wald. Der erste Spaziergang führt uns zugleich zurück in die 80er Jahre, in eine Zeit, als sicher war, dass der Welt stirbt. Mathias Lück erklärt den Trick, mit dem der Wald damals gerettet wurde. Er verrät auch, welche Kinderlieder heute nicht mehr gesungen werden sollen und was für Kinder das übelste Schimpfwort ist. Dann machen wir einen zweiten Versuch und gehen zum Baden in den Wald und versuchen, die heilende Kräfte auf uns wirken zu lassen und uns zu entspannen – bis der Wolf kommt.