
Magda von Garrel
Man kann sich leicht von der scheinbaren Beiläufigkeit täuschen lassen, denn Magda von Garrel hat ihr Buch „Mensch als Beute“ so gehalten, dass sie uns zuhören lässt, wie Gespräche geführt werden. Das ist gut zu lesen. Und so werden wir wie auf Katzenpfötchen in das Thema geführt: Die Bedrohung durch „elitäre Transformationsprojeckte“. Sie warnt vor den Möglichkeiten der Digitalisierung, die gerade im Bereich der Bildung Schäden anrichten, vor der zunehmenden Überwachung, die sich in der Sanktionsliste der EU zeigt. Der Verlierer bei den gigantischen, teils offen kriminellen Geschäften, denen sie auf der Spur ist, ist immer wieder der Mensch, der ausgebeutet, überwacht und klein gehalten wird.
Bei den Gesprächen über Corona, Gesundheit, Ernährung, Bildung, Mobilität, Diskriminierung, Überwachung, Manipulationen, Demokratieverluste und Zukunftsprojekte bleibt am Ende eine offene Frage und es lauert stets ein Abgrund hinter der Fassade des freundlichen Tons, wenn es bei einem Gespräch beispielsweise um eine Katze geht. Es ist ein Buch mit einer schönen Oberfläche, wie man das von Smartphones kennt, aber mit einer ernsthaften Tiefe.
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