Folge 88: Hannes Hausbichler – Was will die Männerpartei?

Hannes Hausbichler

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Es sind insbesondere Frauen, die sich zu den Idealen der Männerpartei hingezogen fühlen. Das berichtet Hannes Hausbichler, der das immer wieder erlebt, wenn er vor einer Wahl „Straßendienst“ absolviert und dabei in direkten Kontakt mit Männern und Frauen tritt. Die Männerpartei steht für ein „faires Miteinander“. Die Aktivisten sehen sich nicht als „umgekehrte Feministen“, die Vorteile herausschinden und die andere Seite denunzieren. Sie bezeichnen sich bewusst nicht als „Männerrechtler“ und vermeiden auch den Begriff „Falschbeschuldigung“. Vor allem pauschalisieren sie nicht. Sie wählen ihre Worte mit Bedacht, scheuen sich aber nicht, „Vaterschaftsbetrug und das Unterschieben von Kindern“, als „eines der schwersten, bisher straffreien Einzelverbrechen der Geschichte“ zu bezeichnen. Sie bieten mit ihrem „Männerservice“ Rat und Hilfe für den Einzelfall und konnten bereits mit ihrer programmatischen Parteiarbeit kleine Erfolge erringen und ihre Vorstellungen von einem fairen Wehr- und Zivildienst einbringen.

Folge 87: Gunnar Kunz – „Achtung. Sie verlassen den demokratischen Sektor“

Gunnar Kunz

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Das ist der Titel des neuen Buches von Gunnar Kunz, das im Untertitel die Frage aufwirft, ob wir gerade das Ende der Freiheit in Deutschland erleben. Es sieht ganz so aus. Gunnar Kunz hat zwölf Romane verfasst, die in der Zeit der Weimarer Republik spielen und hat sich dazu ausführlich mit den Zeitumständen beschäftigt. Nun nimmt er vor diesem Hintergrund die aktuelle Situation in den Blick und vergleicht: Was ist ähnlich? Was ist anders? Gunnar Kunz erzählt, dass es ihm körperlich spürbare Beklemmungen verursacht, wenn er erleben muss, wie die Vorschriften strenger und die Freiheitsräume kleiner werden. Er kennt das Gefühl noch aus seiner Jugend, die er in beengten Verhältnissen in der Provinz verbrachte. Nun leben die Gefühle wieder auf. Damals hat ihm eine Art von Musik geholfen, die ihn durchatmen ließ und ihm das Gefühl gab, dass neue Türen und Fenster geöffnet werden. Heute setzt er seine Hoffnung auf mutige Einzelgänger, die deutlich machen, dass sie zwar in der Minderheit sind, dass die aber nicht so klein ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Folge 86: Axel Clauß – Heinrich Berger aus Coswig, der „Beethoven der Südsee“

Axel Clauß

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Vermutlich kennen Sie Heinrich Berger nicht, Sie haben aber sicher schon von ihm gehört. Er ist eine Nebenfigur in einer Geschichte von Robert Louis Stevenson und ein weltberühmter Musiker. Man nennt ihn den „Beethoven der Südsee“ oder den „Vater der Hawaiianischen Musik“. Er hat preußische Marschmusik in der Südsee populär gemacht und volkstümliche Motive verarbeitet. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die Hymne „Hawai’i pono’i“ und der Welthit „Aloa’Oe“. Axel Clauß ist Bürgermeister von Coswig Anhalt, einer kleinen Stadt in der Nähe der Lutherstadt Wittenberg, aus der Heinrich Berger stammt. Axel Clauß erzählt von der freundschaftlichen Verbindung nach Honolulu, die er aufgebaut hat, und von dem Bemühen der Stadt Coswig, in der Kulturlandschaft einen eigenen Platz neben den berühmten Namen Wittenberg, Wörlitz und Dessau zu behaupten.

Folge 85: Paul Möllers – Ein anderer Blick auf Israel und Palästina

Paul Möllers

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Dies ist der zweite Teil der Doppelsendung. Diesmal hören wir eine Stimme, die für Israel spricht. Paul Möllers schreibt Artikel für die „Jüdische Rundschau“, in denen berichtet wird, wie das Drama in Israel und Palästina auf den Straßen von Berlin seinen Niederschlag findet. Da wird zur Feier des Massakers vom 7. Oktober Kaffee ausgeschenkt, da hört man den Slogan „Free Gaza from German guilt“. Paul Möllers weist auf den Verein „Masiyot“ hin, der Hintergrundmaterial anbietet, das es uns ermöglicht, den Mythen und Fehleinschätzungen zum Israel-Palästina-Konflikt entgegen zu wirken. Mit dem zweiten Teil wird das Bild abgerundet, die Hörer können beide Sichtweisen nebeneinanderlegen und vergleichen.

Folge 134: Monika Ebeling – „Kinder sind das Beste“

Monika Ebeling

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Sie war die berühmteste Gleichstellungsbeauftragte Deutschlands in der Zeit, als Christina Schröder Ministerin für Familie, Senioren, Frauen, und Jugend war und auf der Bundesebene genau den Gegenwind erlebte, den Monika Ebeling auf der Lokalebene zu spüren kriegte. Eine Frau, die mit einem Mann zusammenlebt und Kinder liebt, gefiel den feministischen Netzwerken, die seinerzeit das Meinungsklima bestimmen wollten, überhaupt nicht. So kam es zum „Fall Monika Ebeling“, der zugleich ein Unfall der Gleichstellungspolitik war. Ebeling erzählt, wie sie die Anfeindungen überstanden hat, berichtet von „blauen Weihnachtsmännern“ und Hexenverbrennungen und bekennt sich dazu, dass sie ihr Glück in einem „Leben für Kinder“, wie es Bruno Bettelheim nennt, gefunden hat. „Jeder Tag ist Muttertag“, sagt sie, „Vatertag auch“.

Folge 133: Manfred Bockelmann – Zeichnen gegen das Vergessen

Manfred Bockelmann

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Seine Arbeit „Zeichnen gegen das Vergessen“, die zugleich ein „spirituelles Projekt“ sein soll, bildet den Höhepunkt seines Schaffens als Fotograf und Maler: Manfred Bockelmann hat nach Fotos von Kindern, die in seinem Geburtsjahr 1943 in KZs ermordet wurden, imposante Porträts gemalt, die den Opfern, die uns ansonsten nur als nichtssagende Nummern in Erinnerung bleiben würden, ein menschliches Antlitz verleihen, so dass wir die Kinder kennenlernen und sie betrauern können. Er erzählt, welche Rolle sein berühmter Bruder Udo Jürgens dabei gespielt hat und wie es insbesondere bei Ausstellungen in New York zu ergreifenden Begegnungen mit Überlebenden gekommen ist.

Folge 132: Markus Meier – „Lernen und Geschlecht heute“

Prof. Dr. Markus Meier

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Nach dem gescheiterten Klassenkampf gab es den Versuch, die linke Lebenslüge durch die „Femi-Tür zu retten“, wie es Markus Meier nennt, der lange in Bogota gelehrt hat. Im Friedensvertrag mit der revolutionären FARC-EP sollte gegen den Widerstand der Kirche „Género“ – d.h. die Gender-Perspektive – verankert werden, was die Lage nicht besser, sondern schlimmer machte. „Das aufklärerische Gleichheitsparadigma gerät mit der demographischen Katastrophe an seine Grenzen“, erklärt er, „Wir sterben uns aus“. Das gilt auch für Deutschland. Wir brauchen eine „gesteuerter Einwanderung“, mehr eigene Kinder und müssen damit leben, dass die Bevölkerung schrumpfen wird. Zum Glück sind seine Töchter nicht pessimistisch. Markus Meier hat ebenfalls gute Laune und bringt ein wenig kolumbianisches Flair in die Diskussion um die Frage, was Mädchen und Jungs in Zukunft lernen müssen.

Folge 131: Bernhard Lassahn – Die Fabel von der Liebe der Osterhasen

Bernhard Lassahn

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Kann die Spaltung der Gesellschaft durch Liebe überwunden werden? Darum geht es in der Fabel von zwei Hasen, die an Ostern zusammenfinden. Bernhard Lassahn präsentiert diese zeitlose Tiergeschichte, die er geschrieben hat, als es noch eine Mauer gab. Heute gilt es, die neue Berliner Mauer – die Brandmauer – zu überwinden. Eingerahmt wird die Lesung mit der freundlichen Musik vom Penguin Café Orchester, von Betrachtungen über Literatur für kleine und große Kinder, über „bunte Eier“, über „Sitzhasen“, über aktuelle Friedensmärsche und über die Spaltungen, unter denen wir momentan leiden – und die wir überwinden sollten.

Folge 2: Christoph Gupta – Hinter den Kulissen der Multi-Kulti-Kultur

Christoph Gupta

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Ich habe den Vorhang ein wenig zur Seite gezogen und versucht, einen Blick hinter die Kulissen der Multi-Kulti-Kultur zu werfen und habe mich bei der Gelegenheit gefragt, ob nicht hinter der Sehnsucht nach dem Fremden womöglich die Trauer über den Verlust des Eigenen lauert. Darüber habe ich mit Christoph Gupta gesprochen, der in einer Zeit, als es hieß „Multi Kulti ist tot“, erfolgreich gemischte Spektakel mit Bauchtanz, Flamenco und indischer Musik auf die großen Bühnen gebracht hat. Reibungen und Unstimmigkeiten sind ihm dabei natürlich nicht entgangen – dennoch: Er kriegt immer noch rote Ohren, wenn er an Paco de Lucia denkt und an das Glück, ihn kennengelernt zu haben.

Folge 130: Jörg Swoboda – „Alles prüfen, das Gute behalten“

Jörg Swoboda

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In einem seiner Lieder heißt es „Alles oder nichts, gilt nur von Fall zu Fall. Doch alles prüfen, das Gute behalten, das gilt überall.“ Damit bekennt sich Jörg Swoboda zu einem besonnenen Umgang mit der Tradition und lässt gleichzeitig seinen christlichen Hintergrund durchscheinen. Er hat ca. 400 Erweckungslieder geschrieben, die außerhalb der christlichen Gemeinden weitgehend unbekannt sind. Doch den unabhängigen Gemeinden fehlten aktuelle Lieder, also hat Swoboda eigene Stücke ausprobiert und sich dabei an Pete Seeger und an Gospel-Gesängen orientiert. Er erzählt, wie sich die Gemeinden dem Totalitätsanspruch der DDR widersetzen konnte, indem sie aus persönlicher Überzeugung Christus folgten, nicht dem Staat, nicht der Partei. Das gilt heute wieder, denn es zeichnet sich eine Entwicklung ab, die auf einen neuen Alles-oder-nichts-Totalitarismus hinausläuft.