Das Neue zuerst

 

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Frau ohne Welt, Teil 2

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Soeben ist der zweite Band von ‚Frau ohne Welt’ aus der Trilogie zur Rettung der Liebe erschienen. Er behandelt den „Krieg gegen das Kind“. Dazu gibt es eine eigene Seite: ‚Frau ohne Welt’, auf der es auch um den Sprachfeminismus und die Möglichkeiten eines Geschlechterfriedens geht. Da ich auch Kinderbuchautor bin (dazu gibt es die Seite ‚Blaubär und Bananenbieger’, auf der auch die Wahrheit über Käpt’n Blaubär verraten wird), berührt mich das Schicksal der Kinder, die in eine lieblose Welt, in der man sie mit Orientierungsproblemen der Erwachsenen schädigt, hineingeboren werden.

 

 

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Turm der Lieder und Lügen

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über das Buch

 

Auch für das Buch ‚Turm der Lieder und Lügen’ gibt es eine eigene Seite, sie heißt: ‚Turm der Lieder’. Da gibt es Lieder und Texte über Liedermacher, sowie einige kleine Texte von den Brettern, die möglicherweise die Welt bedeuten.

 

 

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Günther Anders: Die Zerstörung unsere Zukunft

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Gibt es Krieg? Diesmal mit Atomwaffen? Als damals die Angst vor so einem Krieg in Europa umging und es bei uns so etwas wie eine Friedensbewegung gab, erschien das Günther Anders Lesebuch, das ich zusammengestellt hatte, nachdem ich in Hiroshima war und meine Eindrücke verarbeiten wollte. Ich hatte Angst vor einem Krieg. Angst vor der Atombombe. Nach dem Unglück in Fukushima ist das Buch unter dem Titel Die Zerstörung unserer Zukunft neu erschienen. Die Texte, die ich seither dazu geschrieben habe, habe ich hier zusammengestellt.

 

 

 

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Joseph Haydn: Passione – Leidenschaft

zum Buch mit CD

zum Projekt Haydn 2032

 

Mein Beitrag zu diesem langfristig angelegten Projekt besteht darin, für die Neuaufnahmen der Werke von Haydn jeweils einen Text zu schreiben, der versucht, das Lebensgefühl der Zeit, die Person von Joseph Haydn und sein Umfeld zu beschreiben. Die musikwissenschaftlichen Kommentare zu den – wie man sagt – „historisch informierten“ Aufnahmen schreibt Christian Moritz-Bauer. Wir arbeiten zusammen. Wir haben Giovanni Antonini nach seinem Konzept befragt und historische Tatorte besucht. Ein besonderes Extra der Sonderausgaben sind die fantastischen Fotos.

 

 

Über die Bücher

 

 

Romane

 

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Auf dem schwarzen Schiff (Goldmann, 2000)

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ist ein umfangreicher Tatsachenroman, nicht bloß ein Schmöker, der auf hoher See spielt, sondern ein umfangreicher Generationsroman, der einst von der FAZ als „’Animal Farm’ der Friedensbewegung“ bezeichnet wurde: In einer sowohl künstlerischen als auch politischen Aktion, die symbolisch und konkret zugleich sein sollte, werden verbotene Bücher auf einem Segelschiff nach Afrika gebracht.

 

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Land mit lila Kühen (Diogenes, 1981)

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war mein erster Roman: In einer realistischen Rahmenhandlung werden – als würden zwischendurch Videos eingelegt – fantastische Geschichten erzählt, bei denen etwas Echtes durch etwas Modellhaftes ersetzt wird.

 

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Die Schönheit der Frauen (Goldmann, 2001),

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das ursprünglich ‚Die Schönheit der Frauen aus dem Radio’ heißen sollte, hat gar keine Rahmenhandlung mehr, nur noch Parabeln. So gesehen sind beide Romane Versuche, die Welt in Fabeln zu erklären.

 

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Ab in die Tropen (Diogenes, 1984)

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hat nur eine realistische Rahmenhandlung von einem jungen Mann, der aussteigen will und sich zum falschen Zeitpunkt verliebt. Es ist eine durchgehende kleine Winter-Erzählung.

 

Sammlungen 

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Der Untergang der Kowalski

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Der Bonsai will das

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Liebe in den großen Städten

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Du hast noch 1 Jahr Garantie

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In der Stadt soll es Mädchen geben, die nur Vornamen haben

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Bücher zu Hörspielen

 

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Zuckerhut und Flitzebogen

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Das Europäische Gefühl

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Gedichte

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Ohnmacht und Größenwahn

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Als Herausgeber:

 

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Dorn im Ohr

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über das Buch

 

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Das Günther Anders Lesebuch

zum Buch (s.o.)

über das Buch (s.o.)

Land mit lila Kühen

 

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Ausschnitt

 

„Ich will dir mal eine Geschichte erzählen“, sagte der Mann, obwohl er gar nicht wußte, ob er das gut konnte, aber das war eine gute Gelegenheit, also los:

„Es war einmal ein Planet, auf dem hatten die Götter alles wunderbar fertig aufgebaut. Schöne Häuser; grüne Wiesen, über die wilde Pferde hinweggaloppierten; große Flüsse. Alles war fertig, sogar den Fahrplan für die Zugverbindungen hatten die Götter schon ausklamüsert. Alles war schön geworden, und auf jedem Baum, auf jeder Blume, überall stand das Zeichen: Copyright by the Gods. Nur die Menschen waren noch nicht fertig. Die lagen zwar alle schon vorbereitet in Kühlboxen und konnten jederzeit aufgetaut werden, doch denen fehlte noch die Programmschaltung für Liebe, und da konnten sich die Götter einfach nicht einig werden, nach welchem Programm sich die Menschen lieben sollten. Der eine Gott wollte, dass immer je zwei Menschen in Liebe zusammenpassen, und wollte dazu ein System einbauen wie bei BKS-Schlüsseln, wo immer nur der richtige Schlüssel ins richtige Schlüsselloch paßt. Andere Götter fanden das langweilig und wollten lieber Kombinationsstecker und Steckdosen, die man beliebig zusammenstecken konnte. Andere Götter fanden es schon mal gar nicht gut, dass immer zwei sich auf Gegenseitigkeit lieben sollten, und machten den Vorschlag, dass immer je sieben Männer ein und dieselbe Frau lieben sollten, damit auch ordentlich was los wäre auf dem Planeten. Ein Gott machte sogar den Vorschlag, dass alle Männer nur eine einzige Frau lieben sollten, und die eine Frau wollte er in der Kühlbox lassen, so dass alle Männer vergeblich lieben würden. Andere Götter waren für mehr Ernsthaftigkeit und brachten ein Weggefährten-Modell in die Debatte, danach sollten sich immer Paare finden gemäß ihrer jeweiligen Arbeit. Andere Götter waren völlig gegen Paare und wollten stattdessen, dass sich die Menschen in lockeren Gruppen zusammentun. Ein Gott wollte sogar alle Menschen auf Einzelwesen programmieren. Kurz, es herrschte keine Einigkeit. Die Götter konnten sich nicht mal darüber einigen, ob es mehr Eifersucht oder mehr Liebe auf dem Planeten geben sollte, ein Gott wollte sogar überhaupt keine Liebe, nur Sehnsucht …“

„Die stimmt aber nicht, die Geschichte“, freute sich die Frau plötzlich.

„Die denke ich mir doch nur aus.“

„Das ja, aber du denkst sie falsch aus.“

„Wieso?“

„Der Planet kann nicht schon ohne Liebe fertig sein. Das geht nicht. Die Welt prägt die Liebe und läßt nicht jede Art von Liebe zu: So wie die Welt ist, so ist auch die Liebe in der Welt. Zum Beispiel hast du gesagt, dass die Häuser schon fertig sind – sind das denn Einfamilienhäuser? Häuser mit Gemeinschaftsräumen? Oder Leuchttürme für Einzelwesen?“

„Ist schwierig“, mußte der Mann zugeben, „stimmt, ist ganz schön schwierig.“

„Ja, es ist schwer.“

Die beiden schwiegen ein bisschen.

 

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Über das Buch

 

Ein Kritiker hatte bemängelt, dass so etwas kein Roman sei, sondern lediglich eine Aneinanderreihung von wüsten Geschichten. Ja. Schon. Aber die gehören zusammen und ergeben ein Ganzes. Die Vorbilder waren für mich Die gelben Männer von Urs Widmer, Frühstück für starke Männer von Kurt Vonnegut und Tante Julia und der Kunstschreiber von Mario Vargas Llossa. Da ist es auch so. So ähnlich jedenfalls.

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Auf dem schwarzen Schiff

ist ein Taschenroman über „Operation Namibia“, bei der auf einem Segelschiff Bücher nach Afrika gebracht werden sollten – eine symbolische und zugleich konkrete Aktion, in der wir sofort den Geist der 70er Jahre erkennen, als John Lennon noch lebte. Ich wollte immer schon mal eine richtigen Schmöker schreiben, so was in der Art wie „Meuterei auf der Bounty“. Als mir Raphael Schell eines Tages von seinen Abenteuern an Bord der ‚Golden Harvest‘ erzählt hat, war ich so verzaubert, dass ich selber einige Tatorte in Afrika aufgesucht und Überlebende in London und Aukland befragt habe. Zunächst hatte ich mit dem Titel „Friedenspiraten“ geliebäugelt, Raphael dagegen mit „Blues der Bücher“ – beides stimmt. Es ist ein Beitrag zur Friedensbewegung und eine Liebeserklärung an das Buch.

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Anders: Das Ungenügen der Anschauung

Die Geschichte des Günther-Anders-Lesebuches, das nun unter dem Titel ‚Die Zerstörung unserer Zukunft‘ neu erschienen ist, beginnt 1977 in Hiroshima, wo ich sah, dass ich nichts sah – oder besser gesagt: nicht genug sah.

„In Europa ist alles so groß, so groß, und in Japan ist alles so klein …“, so klang das Lied in mir nach. Das Mahnmal wirkte unangemessen klein, so rührend. Es war geschmückt mit bunten, aus Papier gefalteten Friedenszeichen, Mahnungen, Gebeten, Meditationen, Grüßen. Es sah aus wie ein Kindergeburtstag, der aus irgendeinem Grund ganz furchtbar traurig war.

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Anders: Die geheimen Zahlen

Die geheimen Zahlen

Eine Zahl hatte ich mir notiert: die Menge der Toten, die im Jahr zuvor – es war 1977 – an den Spätfolgen des Abwurfs gestorben waren, und zwar 0000. Ziemlich viele. Es schien eine wichtige Zahl zu sein, die ich berechtigterweise nutzen durfte, ich war schließlich selber vor Ort.

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Anders: Die Hände in Unschuld waschen

Die Hände in Unschuld waschen

Der Philosoph Günther Anders, der eigentlich Stern heißt, wurde bekannt durch den Briefwechsel mit Claude Eatherly. Darin erklärt er dem so genannten Wetter-Piloten, der in Hiroshima vorangeflogen war und „nur“ das Signal zum Abwurf geben musste, was er damit angerichtet hatte, und dass sein Leiden – Eatherly war inzwischen in einem Sanatorium – eine menschliche Regung war, die ihn auszeichnet. Anders wollte ihn für die Anti-Atom-Bewegung gewinnen, der Eatherly dann auch symbolisch voranfliegen sollte. In dem Briefwechsel ‚Off limits für das Gewissen’ erklärt er ihm in einfachen Worten die philosophische Dimension der Bombe.

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Anders: Hintergründe und Verhältnisse

Hintergründe und Verhältnisse

In letzter Zeit sind wir zweimal dem Wort „Panik“ über den Weg gelaufen in Zusammenhängen, die so unterschiedlich sind, dass man dafür gar nicht ein und denselben Begriff verwenden möchte. Da diskutierten wir eben noch über die ‚Panikmacher’ – so der Titel des Buches von Patrick Bahners, der im Interview noch deutlicher wird, und einzelnen Journalisten vorwirft, sie würden „Panik verbreiten“, durch die Art wie sie den Islam beschreiben.

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John Lennon in Bissendorf

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Mein Radio schaltet sich automatisch ein. Da kann es passieren, dass die Nachrichten in meine Träume reinreden. John Lennon erschossen. Als ich aufwache, bin ich nicht sicher. Zum Frühstück geh ich zu Thommie, der gerade Besuch von Mike Silver hat.

„Ich hab da sowas gehört … dass John Lennon tot sein soll.“

„Oh, no!“

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Anders: Mut zur Angst

Aber zur richtigen

‚Mut zur Angst’ – so lautet eine berühmte Formel von Günther Anders.

Die Gefahr der Vernichtung unserer Zukunft durch Atomwaffen ist so groß, dass wir es uns nicht leisten können, uns die vorzustellen. Deshalb tun wir es gar nicht erst. Die Gefahr ist übergroß. Die Impulse, die eine Angst bei uns auslösen und uns dazu bringen könnte, angemessen zu reagieren, sind nicht etwa „unterschwellig“, also zu klein, um wahrgenommen zu werden, sondern „überschwellig“, also zu groß.

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