Folge 188: Alexander Schlag – Auf der Flucht vor dem Blackout

 

Alexander Schlag

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Unter dem Pseudonym R. Tarden hat Alexander Schlag einen Roman geschrieben mit dem harmlosen Titel „Nord- Nordost“ und dem verräterischen Untertitel „Eine Flucht vor dem europäischen Blackout“, der als drohendes Unheil im Hintergrund lauert. Der Segeltörn, der unter anderen Umständen heiter sein könnte, stellt die beiden Männer an Bord vor die Frage, wie eine Gesellschaft nach einem Systemversagen neu beginnen kann. Wie kann ein Neuanfang mit Eigenverantwortung, Urteilskraft und Demut sich staatlichen Regulierungen entgegenstellen?

Alexander Schlag ist gelernter Elektrotechniker mit Spezialisierung auf Energieverbundsysteme, man merkt ihm sowohl sein leidenschaftliches Segelfachwissen an, als auch seine fundierte Expertise zu Stromnetzen. Am Ende deutet sich eine Art „Arche Noah“-Szenario an, wenn das Boot noch zwei Frauen aufnimmt und zur Keimzelle einer möglichen neuen Gemeinschaft wird.

Alexander Schlag als R. Tarden: Nord-Nordost. Eine Flucht vor dem europäischen Blackout

Folge 187: Dr. Leo Ensel – Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit

 

Dr. Leo Ensel

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Leo Ensel sieht sein „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit“ als fortlaufendes Sammelprojekt, in dem dokumentiert wird, wie verharmlosende und militarisierte Sprache uns auf einen Krieg vorbereiten soll. Seine Vorbilder sind Victor Klemperer, Dolf Sternberger und vor allem Günther Anders, der von „Apokalypse-Blindheit“ spricht, mit dem die Unfähigkeit bezeichnet wird, sich die Folgen der von Menschen geschaffenen Zerstörungsmittel wirklich vorzustellen. Als Kind der Friedensbewegung der 1980er-Jahre erzählt Leo Ensel von einem bewegenden Versöhnungserlebnis an der Gedenkstätte Chatyn in Weißrussland. Er plädiert für persönliche Begegnungen und Dialoge über Grenzen hinweg als konkrete Friedensarbeit frei nach seinem an Politiker gerichteten „friedensfrechen“ Motto: „Zankt euch weiter – wir lieben uns weiter.“

Leo Ensel: Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit

Günther Anders: Die Zerstörung unserer Zukunft

Folge 186: Adenauer kannte noch kein Smartphone

 

Sebastian Maack

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„Kinder kriegen die Leute sowieso“, hatte Adenauer gesagt. Doch die Kinder bleiben aus. Wir gehen einer demographischen Katastrophe entgegen. Im letzten Jahr ist weltweit die Geburtenrate unter das Bestandshaltungsniveau von 2, 1 Kindern pro Frau gesunken. Es gibt weltweit eine zunehmende Bindungsunfähigkeit, und dabei spielt das Smartphone eine gewisse Rolle. Studien, die untersucht haben, wann und wo sich das Smartphone verbreitet hat und die Verbreitung mit der Geburtenrate verglichen haben, haben gezeigt, dass mit der zunehmenden Nutzung der Smartphones die Anzahl der Partnerschaften gesunken ist und damit auch die Geburtenrate.

Sebastian Maack ist Bundestagsabgeordneter im Familienausschuss und hat alle familienfördernden Maßnahmen der letzten 150 Jahre weltweit überprüfen und auflisten lassen und dabei die Frage gestellt, was erfolgreich war. Maack resümiert: „Es gibt keine familienpolitischen Maßnahmen, die funktioniert haben.“

Die AfD nimmt für sich in Anspruch, dass sie die Partei ist, die das „modernste Familienbild“ hat, weil es die Wertschätzung der Erziehungsarbeit von Vätern und Großeltern einbezieht und die linken Konzepte der 70er und 80er Jahre, die mehr Schaden als Nutzen gebracht haben, hinter sich lässt. „Das ist auch der Weg der Zukunft. Also, wenn wir den nicht gehen, dann gibt es keine Zukunft.“

 

 

Folge 185: Bengt Kiene – „Corona hat uns gespalten, doch nun gilt es, gemeinsam für Frieden zu trommeln“

 

Bengt Kiene

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Bengt Kiene ist seit über 30 Jahren auf Kabarettbühnen aktiv, als Solist oder mit der Gruppe „Hammer und Harfe“. Von Anfang an waren Lieder von Georg Kreisler im Programm; Kreisler war überhaupt der Grund, „warum er auf die Bühne geklettert ist“. Von Anfang an gehörte auch das Thema Krieg und Frieden dazu. Da konnte er aus dem Vollen schöpfen und sich an den Perlen der Kabarett-Tradition bedienen. Soweit so gut. Doch dann wurde durch den Lockdown „alles dicht gemacht“. Corona war für ihn „die Wetterscheide“. Bengt Kiene findet deutliche Worte: „Der ganze Berufsstand Kabarett hat sich bis auf die Knochen blamiert“, und es hat sich wieder mal gezeigt, dass die Eliten nicht für, sondern gegen die Bevölkerung arbeiten. Nun droht uns die Kriegstüchtigkeit. Auch wenn uns Corona gespalten hat, nun gilt es mit allen Kräften gemeinsam für Frieden und gegen die Kriegstreiberreit zu trommeln. Texte und Lieder zu dem Thema kannte er schon aus früheren Programmen, das hat es ihm leicht gemacht, unter dem Titel „. . . und Friede auf Erden“ eine Sammlung von „Friedensimpulse“ zusammenzustellen. Außerdem kann man ihn mit dem Programm „Corona Nachschlag. War da was?“ erleben. „Corona. War da was?“ ist auch der Titel eines Buches aus dem Kontrafunk-Shop; die beiden Projekte sind unabhängig voneinander entstanden. Bengt Kiene spürt, dass es eine deutliche Nachfrage nach einer Aufarbeitung gibt, dass „viele darauf ansprechen. Da müssen wir dranbleiben“.

Video: Mein Lieblingswahnsinn

 

Kontrafunk: Unter Freunden – Archiv

Warum heißt es «Unter Freunden»?

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Kontrafunk: Unter Freunden – Gäste

Warum heißt es «Unter Freunden»?

Alexander Schlag

Amendt, Gerhard

Amme, Achim

Banfield, Gabi

Baron von Berlershaut, Robert

Bartsch, Paul

Bayer, Thommie

Becker, Hubertus

Beilmann, Michael

Berger, David

Bernig, Jörg

Berwing, Andrea Charlotte

Betz, Martin

Bickel, Peter & Clasen, Johannes

Bittner, Wolfgang

Bittrich, Dietmar

Blankertz, Stefan

Bockelmann, Manfred

Bräuninger, Werner

Bründel, Michael Captain Future

Buchholz, Günter

Clauß, Axel

Cortez, Estéban

Dagen, Susanne

Dams, Peter Brian O'Gott

Danowski, Jürgen

Drieselmann, Jörg

Ebeling, Monika

Egner, Heike

Eichel, Manfred

eine Lehrerin

Eisbrenner, Tino

Ensel, Leo

Epple, Wolfgang

Esser, Franz & Sailer, Michael

Felder, Christoph

Felix aus Tria

Fiedler, Markus

Fischer Rodrian, Jens

Franckowiak, Léopold & Koch, Johannes L.M.

Franzke, Ulrich

Friesel, Uwe

Gaedt, Michael

Gaedt, Michael

Gaensslen, Jan Shingen

Glaubitz, Uta

Glowatzki, Christian

Grell, Sebastian

Groenert, Harry

Gupta, Christoph

Gysi, Gabriele

Hartung, Thomas

Harzenmoser, Martin

Hausbichler, Hannes

Hoffmann, Arne

Holler, Eckard

Ishii, Chie

Jaenicke, Wolfgang

Jaufmann, Vincent

Kegel, Jens

Kenius, Rob

Kercher, Christian

Kercher, Nils & Kaipainen, Kira

Kiene, Bengt

Klein, Michael

Klonovsky, Michael

Kovács, Adorján

Krähe, Stefan

Krämer, Walter

Kulke, Ulli

Kunz, Gunnar

Kutschera, Ulrich

Lassahn, Bernhard

Lassahn, Bernhard

Leineweber, Gino

Lengsfeld, Vera

Leonard, Johann

Littek, Frank

Losinger, Peter

Lugmeier, Ludwig

Lück, Mathias

Lüül, Lutz Graf-Ulbrich

Lüül, Lutz Graf-Ulbrich

Maack, Sebastian

Mann, Wolfgang

Marten, Thom & Zimski, Oliver

Maske, Olaf

Matt, Helmut

Matuschek, Milosz

Maxeiner, Dirk

Meier, Markus

Mertens, Sabine

Meyer, Axel

Meyer, Matthias MZE Matze

Meyer, Theo

Miersch, Michael

Mitbauer, Axel & La Regina, Antonio

Mohr, Volker

Morgenstern, Tobias

Möllers, Paul

Müller, Adrian & Möllers, Kristin

Nhu Anh Pham

Niazi-Shahabi, Rebecca

Nieswandt, Mario

Noll, Chaim

Nolte, Uwe

Ocean, Danny

Oechsner, Jan

Penttilä, Thomas

Peterson, Tammy

Pirinçci, Akif

Plumettaz, Victor

Plöcks, Leon Wilhelm

Priskil, Peter

Prüfer, Olaf

Püschel, Dietmar

Pütz, Maximilian

Ransburg, Michael

Reis, Friedhelm

Reuther, Christian

Rima, Marco

Rosenboom, Manfred

Roth, Sebastian

Ruppert, Maximilian

Scheider, Hotte

Scheuerlein, Hans

Schietzel-Reimann, Claudia & Reimann, Jürgen

Schippling, Cathrin

Schreck, Przemek

Sieg, Sören

Soldan, Paul

Sora, Tom

Stein, Robert

Steinbach, Kerstin

Steiner, Andreas

Suter, Lea

Swoboda, Jörg

Thoma, Erwin

Troyke, Karsten

Ulfig, Alexander

Unger, Raymond

Vahlefeld, Markus

Vogt, Patric

von Bismarck, Alexander

von Garrel, Magda

Weisfeld, Georg & Bittrich, Dietmar

Wellmer, Vera

Wessels, Sebastian

Winterfeldt, Sabine & Steinberg, Boris

Wipperfürth, Christian

Yann Song King

Zeller, Bernd

Zeller, Christian

Zentner, Eugen

Ziemer, Anke

Zimski, Oliver

Zitelmann, Rainer

Zorn, Achijah

Zorn, Achijah


Folge 184: Ulli Kulke – Die Südsee – Sehnsuchtsort für Erzähler und Klimaschwindler

Ulli Kulke

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Ulli Kulke hat als erster deutscher Journalist die abgelegenen Pitcairn Inseln besucht, auf der sich einst die Meuterer von der Bounty versteckt hatten. Er kennt nicht nur die berühmten Sehnsuchtsorte, sondern auch selten besuchte Adressen in der Südsee, er war auf den Gewürzinseln, auf kleinen Atollen und auf der legendären Insel Yap, wo die Geldmünzen so groß sind wie Mühlsteine. Als Donald-Duck-Leser und studierter Volkswirt hat ihn natürlich das „große Geld“ besonders gereizt, aber noch stärker war der Lockruf der Südsee gewesen, der ihn schon als Kind verführt hatte. Von seinen Traumreisen hat er erstaunliche Geschichten mitgebracht, die in der Ferne „auf ihn gewartet hatten“. Hier warteten dann Preise und Auszeichnungen auf ihn. Seine journalistische Laufbahn hat ihn von der ‚taz‘ zu ,natur‘ zu ‚mare‘ und zur ,Achse des Guten‘ geführt – eine Entwicklung, die man gut in dem Buch „Wenn das Denken die Richtung ändert. Warum wir nicht mehr links sind“ nachvollziehen kann. Ulli Kulke ist den Klimaschwindlern auf die Schliche gekommen und lässt die Lügen auffliegen, an denen viele, die sich zur Rettung des Klimas aufgerufen fühlen, immer noch hängen. Er wiederum hängt immer noch an seinem Jugendtraum und lässt einen deutlich spüren, dass er dem Zauber der Südsee immer noch erlegen ist: Aloa!

Ulli Kulke

Ulli Kulke Achse des Guten

Ulli Kulke – Wenn das Denken die Richtung ändert

Aktuelle Folge

Folge 188: Alexander Schlag – Auf der Flucht vor dem Blackout

 

Alexander Schlag

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Unter dem Pseudonym R. Tarden hat Alexander Schlag einen Roman geschrieben mit dem harmlosen Titel „Nord- Nordost“ und dem verräterischen Untertitel „Eine Flucht vor dem europäischen Blackout“, der als drohendes Unheil im Hintergrund lauert. Der Segeltörn, der unter anderen Umständen heiter sein könnte, stellt die beiden Männer an Bord vor die Frage, wie eine Gesellschaft nach einem Systemversagen neu beginnen kann. Wie kann ein Neuanfang mit Eigenverantwortung, Urteilskraft und Demut sich staatlichen Regulierungen entgegenstellen?

Alexander Schlag ist gelernter Elektrotechniker mit Spezialisierung auf Energieverbundsysteme, man merkt ihm sowohl sein leidenschaftliches Segelfachwissen an, als auch seine fundierte Expertise zu Stromnetzen. Am Ende deutet sich eine Art "Arche Noah"-Szenario an, wenn das Boot noch zwei Frauen aufnimmt und zur Keimzelle einer möglichen neuen Gemeinschaft wird.

Alexander Schlag als R. Tarden: Nord-Nordost. Eine Flucht vor dem europäischen Blackout

 

Warum heißt es «Unter Freunden»?

Unter Freunden – ARCHIV

Unter Freunden – GÄSTE nach Alphabet

 

Folge 115: Michael Gaedt – Der Freischütz mit dem Motorrad. Oper einmal anders

Michael Gaedt

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Die Karriere von Michael Gaedt in der Welt der leichten Unterhaltung kam ihm wie ein einziges Wunder vor. 35 Jahre hat er durchgeschwitzt vorne am Bühnenrand gestanden und sich verausgabt. Nun hat er überraschend zur Oper gefunden und wurde erfolgreich Regisseur beim „Freischütz“ und der „Entführung aus dem Serail“. Doch so überraschend ist es nicht, denn die Welten liegen nicht so weit auseinander, wie man denken sollte. „Das Neue ist immer dasselbe“, erklärt er. „Ein Drei-Minuten-Popsong ist nichts anderes als ein 120-Minuten-Film in Überlänge. Nur zusammengedampft. Es geht immer um die echten Gefühle, um die echte Angst. Wo kommt sie her? Warum habe ich die Furcht? Wie komme ich darüber hinweg? Wo ist die Liebe?“ Eine Sendung für Freunde und Verächter der Oper gleichermaßen. Und für Freunde des Motorrads.

 

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Michael Gaedt: Die kleine Tierschau

Folge 72: Jörg Drieselmann – Auch die Wahrheit kann Hetze sein

Jörg Drieselmann

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Jörg Drieselmann kennt die Stasi aus seinem unmittelbaren Erleben und aus der kritischen Distanz. Als 18jähriger wurde er verhaftet und als angeblicher „Rädelsführer einer staatsfeindlichen Gruppierung“ zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte ein Plakat gemalt, auf dem die Zahl der an der innerdeutschen Grenze Erschossenen genannt wurde. Sein Vernehmungsoffizier teilte ihm mit, dass auch die Wahrheit „Hetze“ sein kann. Später wurde er zum langjährigen Leiter des Stasi-Museums, der Gedenkstätte in der Normannenstraße. Er spricht am Beispiel seiner eigenen Geschichte und als Interpret der aufschlussreichen Erzählung vom Gemüsehändler aus Prag aus dem Buch „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ von Václav Havel über die wahren Botschaften von politischen Parolen und von anderen Gesinnungsnachweisen wie aktuell der FFP2-Maske.

 

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Jörg Drieselmann: In der Lüge leben