
Sebastian Maack
„Kinder kriegen die Leute sowieso“, hatte Adenauer gesagt. Doch die Kinder bleiben aus. Wir gehen einer demographischen Katastrophe entgegen. Im letzten Jahr ist weltweit die Geburtenrate unter das Bestandshaltungsniveau von 2, 1 Kindern pro Frau gesunken. Es gibt weltweit eine zunehmende Bindungsunfähigkeit, und dabei spielt das Smartphone eine gewisse Rolle. Studien, die untersucht haben, wann und wo sich das Smartphone verbreitet hat und die Verbreitung mit der Geburtenrate verglichen haben, haben gezeigt, dass mit der zunehmenden Nutzung der Smartphones die Anzahl der Partnerschaften gesunken ist und damit auch die Geburtenrate.
Sebastian Maack ist Bundestagsabgeordneter im Familienausschuss und hat alle familienfördernden Maßnahmen der letzten 150 Jahre weltweit überprüfen und auflisten lassen und dabei die Frage gestellt, was erfolgreich war. Maack resümiert: „Es gibt keine familienpolitischen Maßnahmen, die funktioniert haben.“
Die AfD nimmt für sich in Anspruch, dass sie die Partei ist, die das „modernste Familienbild“ hat, weil es die Wertschätzung der Erziehungsarbeit von Vätern und Großeltern einbezieht und die linken Konzepte der 70er und 80er Jahre, die mehr Schaden als Nutzen gebracht haben, hinter sich lässt. „Das ist auch der Weg der Zukunft. Also, wenn wir den nicht gehen, dann gibt es keine Zukunft.“
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Bengt Kiene ist seit über 30 Jahren auf Kabarettbühnen aktiv, als Solist oder mit der Gruppe „Hammer und Harfe“. Von Anfang an waren Lieder von Georg Kreisler im Programm; Kreisler war überhaupt der Grund, „warum er auf die Bühne geklettert ist“. Von Anfang an gehörte auch das Thema Krieg und Frieden dazu. Da konnte er aus dem Vollen schöpfen und sich an den Perlen der Kabarett-Tradition bedienen. Soweit so gut. Doch dann wurde durch den Lockdown „alles dicht gemacht“. Corona war für ihn „die Wetterscheide“. Bengt Kiene findet deutliche Worte: „Der ganze Berufsstand Kabarett hat sich bis auf die Knochen blamiert“, und es hat sich wieder mal gezeigt, dass die Eliten nicht für, sondern gegen die Bevölkerung arbeiten. Nun droht uns die Kriegstüchtigkeit. Auch wenn uns Corona gespalten hat, nun gilt es mit allen Kräften gemeinsam für Frieden und gegen die Kriegstreiberreit zu trommeln. Texte und Lieder zu dem Thema kannte er schon aus früheren Programmen, das hat es ihm leicht gemacht, unter dem Titel „. . . und Friede auf Erden“ eine Sammlung von „Friedensimpulse“ zusammenzustellen. Außerdem kann man ihn mit dem Programm „Corona Nachschlag. War da was?“ erleben. „Corona. War da was?“ ist auch der Titel eines Buches aus dem Kontrafunk-Shop; die beiden Projekte sind unabhängig voneinander entstanden. Bengt Kiene spürt, dass es eine deutliche Nachfrage nach einer Aufarbeitung gibt, dass „viele darauf ansprechen. Da müssen wir dranbleiben“.
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202620252024- Folge 116: Lebenshilfe mit Sokrates und dem Elefanten
Gast: Harry Groenert Sendung anhören - Folge 115: Der Freischütz mit dem Motorrad. Oper einmal anders
Gast: Michael Gaedt Sendung anhören - Folge 114: Käpt’n Blaubär und der Weihnachtselch
Gast: Bernhard Lassahn Sendung anhören - Folge 113: Weihnachten für Männer, für Spielverderber und Genießer
Gast: Georg Weisfeld, Dietmar Bittrich Sendung anhören - Folge 112: „Wir können hoffen“
Gast: Alexander von Bismarck Sendung anhören - Folge 111: Vorweihnachtszeit und Vorkriegszeit
Gast: Bernhard Lassahn Sendung anhören - Folge 110: „Was bleibt, ist Licht“
Gast: Cathrin Schippling Sendung anhören - Folge 109: „Einmal Freiheit und zurück“
Gast: Michael Miersch Sendung anhören - Folge 108: Der 9. November - ein Feiertag, der uns fehlt
Gast: Thom Marten, Oliver Zimski Sendung anhören - Folge 107: Kafka bei lebendigem Leib
Gast: Przemek Schreck Sendung anhören - Folge 106: Würde
Gast: Michael Beilmann Sendung anhören - Folge 105: „Frechheit“, die alternativlos Biographie von Angela Merkel
Gast: Bernd Zeller Sendung anhören - Folge 104: Wie sieht die Welt von oben aus?
Gast: Sebastian Roth Sendung anhören - Folge 103: „Retter in dunkler Zeit“
Gast: Frank Littek Sendung anhören - Folge 102: „Für den Frieden geh ich mit jedem auf die Straße“
Gast: Stefan Krähe Sendung anhören - Folge 101: Was sagt uns ein Sonett über Liebe und Sex?
Gast: Achim Amme Sendedatum: 19. September 2024 Sendung anhören - Folge 100: Der alte, weiße Mann und der „Ostalgie-Blues“
Gast: Paul Bartsch Sendung anhören - Folge 99: Was ist Neofolk?
Gast: Uwe Nolte - Folge 98: Immer beim Singen lachen
Gast: Felix aus Tria Sendung anhören - Folge 97: Die Kleine Tierschau. Die Alternative zum guten Geschmack
Gast: Michael Gaedt - Folge 96: Die wunderbare Welt der jiddischen Lieder und Witze
Gast: Karsten Troyke - Folge 95: Das gute, alte Radio. Das Ohr zur Welt
Gast: Helmut Matt - Folge 94: Der Kampf um das richtige und das falsche Deutsch
Gast: Anke Ziemer - Folge 93: Wie John Cage und die Avantgarde den Wokismus vorbereitet haben
Gast: Tom Sora - Folge 92: Wie Geld vernichtet wird
Gast: Rob Kenius Sendung anhören - Folge 91: Eine Hymne für ein wirklich vereintes Deutschland
Gast: Dietmar Püschel Sendung anhören - Folge 90: Wie können wir „friedlich zusammen“ Brücken bauen?
Gast: Sabine Winterfeldt, Boris Steinberg - Folge 89: Grenzerfahrungen
Gast: Uwe Nolte - Folge 88: Was will die Männerpartei?
Gast: Hannes Hausbichler - Folge 87: „Achtung. Sie verlassen den demokratischen Sektor“
Gast: Gunnar Kunz - Folge 86: Heinrich Berger aus Coswig, der „Beethoven der Südsee“
Gast: Axel Clauß - Folge 85: Ein anderer Blick auf Israel und Palästina
Gast: Paul Möllers - Folge 84: Ein Blick auf Israel und Palästina
Gast: Christian Kercher - Folge 83: „Hallelujah!“
Gast: Shingen Jan Gaensslen - Folge 82: Zen und der Umgang mit Leiden und Sterben am Beispiel von Leonard Cohen
Gast: Shingen Jan Gaensslen - Folge 81: „Widerstand zählt!“
Gast: Christoph Felder - Folge 80: Lieder für die Straße und die Kneipe
Gast: Estéban Cortez - Folge 79: Lolita war keine Blondine
Gast: Uwe Friesel - Folge 78: Lieder für den Frieden
Gast: Tino Eisbrenner - Folge 77: „Gott liebt den Vollpfosten“
Gast: Diakon Ulrich Franzke - Folge 76: Jacek Kaczmarski, der „Sänger der polnischen Seele“
Gast: Oliver Zimski - Folge 75: Alternatives Leben in der richtigen Dosis
Gast: Olaf Maske - Folge 74: Gelassenheit und Zorn
Gast: Jörg Bernig - Folge 73: In der Lüge leben
Gast: Jörg Drieselmann
2023- Folge 72: Auch die Wahrheit kann Hetze sein
Gast: Jörg Drieselmann - Folge 71: „Adams Apfel und Evas Erbe“
Gast: Axel Meyer - Folge 70: Die „Einigkeit der Einzelgänger“. Schriftsteller und ihre Organisationen
Gast: Uwe Friesel - Folge 69: Der fortschrittliche Weihnachtsmann
Gast: Bernhard Lassahn - Folge 68: Was singt die Berliner Liedertafel von 1884 heute?
Gast: Vincent Jaufmann - Folge 67: Hört auf zu gendern. Fangt an zu lachen
Gast: Sabine Mertens - Folge 66: Kriegsdienstverweigerung und der „Winterschlaf der Kultur“
Gast: Léopold Franckowiak und Johannes L.M. Koch - Folge 65: Wunder, Tricks und Täuschungen
Gast: Danny Ocean - Folge 64: Das Ende der Beatles. „Ein schöner Abschied“
Gast: Thommie Bayer - Folge 63: Was kann uns Musik sagen?
Gast: Claudia Schietzel-Reimann, Jürgen Reimann Sendung anhören - Folge 62: Krieg in Afrika – wie kann man helfen?
Gast: Theo Meyer - Folge 61: Wie geht Ungarn mit seiner Grenze um?
Gast: Adorján Kovács Sendedatum: 19. Oktober 2023 Sendung anhören - Folge 60: Deutsche Volkslieder – gibt es die noch?
Gast: Christian Glowatzki Sendung anhören - Folge 59: Begegnungen, die zum Frieden führen
Gast: Alexander von Bismarck - Folge 58: Mit Musikparodie durch die Pandemie
Gast: Yann Song King - Folge 57: Warum ist ganzheitlicher Naturschutz so wichtig?
Gast: Wolfgang Epple - Folge 56: Mit den Rolling Stones raus aus der alten DDR, rein in eine neue
Gast: Olaf Prüfer - Folge 55: Mythos Waldeck, die Burg der 1000 Lieder, das Deutsche Woodstock
Gast: Hotte Scheider - Folge 54: Freie Privatstädte – Utopie und Wirklichkeit
Gast: Sebastian Grell - Folge 53: Poesie, Politik und der PEN
Gast: Gino Leineweber - Folge 52: „Weinend amüsiert sich der Ungar“
Gast: Adorján Kovács Sendedatum: 15. Juni 2023 Sendung anhören - Folge 51: Was bin ich? Berufsfindung und Philosophie
Gast: Uta Glaubitz - Folge 50: Sind Männer neuerdings giftig?
Gast: Michael Klein - Folge 49: Das Glück der Künstler: Sie tun, was sie lieben
Gast: Manfred Eichel - Folge 48: Die Kinder werden nicht untergehen
Gast: Vera Wellmer - Folge 47: Krieg und Frieden aus australischer Perspektive
Gast: Wolfgang Mann - Folge 46: Ein Nachtwächter sagt uns, was die Stunde geschlagen hat
Gast: Martin Harzenmoser - Folge 45: Georg Kreisler und das Böse im Menschen
Gast: Victor Plumettaz - Folge 44: Waren Männer auf dem Mond?
Gast: Robert Stein - Folge 43: Hochkultur im kleinen Rahmen: Wie wird man glücklich?
Gast: Michael Ransburg - Folge 42: Witz und Widerspruch
Gast: Marco Rima - Folge 41: Gewalt gegen Männer – ein dunkles Kapitel
Gast: Arne Hoffmann - Folge 40: Schwarze Kunst und weißes Geld
Gast: Wolfgang Jaenicke - Folge 39: Peace Prints – auf der Suche nach Frieden und Versöhnung
Gast: Lea Suter - Folge 38: Der unnötige Graben zwischen Mann und Frau
Gast: Jan Oechsner - Folge 37: „Oh, wie schön ist Afrika“ – ein Buch in der Mangel des Sensitivity Readings
Gast: Sören Sieg - Folge 36: „Die deutsche Sprache ist bedroht“
Gast: Walter Krämer - Folge 35: „Ich sehe schwarz“
Gast: eine Lehrerin - Folge 34: „Akademie der Denker“
Gast: Maximilian Ruppert - Folge 33: Blauer Dunst und grüner Rauch
Gast: Matthias MZE Meyer, Matze - Folge 32: Von der Feinstaub-Polizei zur Jazzpolizei
Gast: Peter Dams, Brian O'Gott - Folge 31: Julian Assange – die offene Wunde der westlichen Werte
Gast: Jens Fischer Rodrian - Folge 30: Die neue Sprachverwirrung
Gast: Jens Kegel - Folge 29: "Wir sind keine Maschinen!"
Gast: Leon Wilhelm Plöcks
2022
Achijah ZornAchijah Zorn Achim AmmeAdorján KovácsAdrian Müller, Kristin MöllersAkif PirinçciAlexander UlfigAlexander von BismarckAndrea Charlotte BerwingAndreas SteinerAnke ZiemerArne HoffmannAxel ClaußAxel MeyerAxel Mitbauer, Antonio La ReginaBengt KieneBernd ZellerBernhard LassahnCathrin SchipplingChaim NollChie IshiiChristian GlowatzkiChristian KercherChristian ReutherChristian WipperfürthChristian ZellerChristoph FelderChristoph GuptaClaudia Schietzel-Reimann, Jürgen ReimannDanny OceanDavid BergerDiakon Ulrich FranzkeDietmar BittrichDietmar PüschelDirk MaxeinerEckard Hollereine LehrerinErwin ThomaEstéban CortezEugen ZentnerFelix aus TriaFrank LittekFranz Esser, Michael SailerFriedhelm ReisGabi BanfieldGabriele GysiGeorg Weisfeld, Dietmar BittrichGerhard AmendtGino LeineweberGunnar KunzGünter BuchholzHannes HausbichlerHans ScheuerleinHarry GroenertHeike EgnerHelmut MattHotte ScheiderHubertus BeckerJan OechsnerJens Fischer RodrianJens KegelJohann LeonardJörg BernigJörg DrieselmannJörg SwobodaJürgen DanowskiKarsten TroykeKerstin SteinbachLea SuterLeon Wilhelm PlöcksLudwig LugmeierLutz Graf-Ulbrich, LüülLéopold Franckowiak und Johannes L.M. KochMagda von GarrelManfred BockelmannManfred EichelManfred RosenboomMarco RimaMario NieswandtMarkus FiedlerMarkus MeierMarkus VahlefeldMartin Betz über Christof StählinMartin HarzenmoserMathias LückMatthias MZE Meyer, MatzeMaximilian PützMaximilian RuppertMichael BeilmannMichael Bründel, Captain FutureMichael GaedtMichael KleinMichael KlonovskyMichael MierschMichael RansburgMilosz MatuschekMonika EbelingNhu Anh PhamNils Kercher, Kira KaipainenOlaf MaskeOlaf PrüferOliver ZimskiPatric VogtPaul BartschPaul MöllersPaul SoldanPeter Bickel, Johannes ClasenPeter Dams, Brian O'GottPeter LosingerPeter PriskilPrzemek SchreckRainer ZitelmannRaymond UngerRebecca Niazi-ShahabiRobert Baron von BerlershautRobert SteinRob KeniusSabine MertensSabine Winterfeldt, Boris SteinbergSebastian GrellSebastian MaackSebastian RothSebastian WesselsShingen Jan GaensslenStefan BlankertzStefan KräheSusanne DagenSören SiegTammy PetersonTheo MeyerThomas HartungThomas PenttiläThom Marten, Oliver ZimskiThommie BayerTino EisbrennerTobias MorgensternTom SoraUlli KulkeUlrich KutscheraUta GlaubitzUwe FrieselUwe NolteVera LengsfeldVera WellmerVictor PlumettazVincent JaufmannVolker MohrWalter KrämerWerner BräuningerWolfgang BittnerWolfgang EppleWolfgang JaenickeWolfgang MannYann Song King
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Ulli Kulke
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Ulli Kulke hat als erster deutscher Journalist die abgelegenen Pitcairn Inseln besucht, auf der sich einst die Meuterer von der Bounty versteckt hatten. Er kennt nicht nur die berühmten Sehnsuchtsorte, sondern auch selten besuchte Adressen in der Südsee, er war auf den Gewürzinseln, auf kleinen Atollen und auf der legendären Insel Yap, wo die Geldmünzen so groß sind wie Mühlsteine. Als Donald-Duck-Leser und studierter Volkswirt hat ihn natürlich das „große Geld“ besonders gereizt, aber noch stärker war der Lockruf der Südsee gewesen, der ihn schon als Kind verführt hatte. Von seinen Traumreisen hat er erstaunliche Geschichten mitgebracht, die in der Ferne „auf ihn gewartet hatten“. Hier warteten dann Preise und Auszeichnungen auf ihn. Seine journalistische Laufbahn hat ihn von der ‚taz‘ zu ,natur‘ zu ‚mare‘ und zur ,Achse des Guten‘ geführt – eine Entwicklung, die man gut in dem Buch „Wenn das Denken die Richtung ändert. Warum wir nicht mehr links sind“ nachvollziehen kann. Ulli Kulke ist den Klimaschwindlern auf die Schliche gekommen und lässt die Lügen auffliegen, an denen viele, die sich zur Rettung des Klimas aufgerufen fühlen, immer noch hängen. Er wiederum hängt immer noch an seinem Jugendtraum und lässt einen deutlich spüren, dass er dem Zauber der Südsee immer noch erlegen ist: Aloa!

Jörg Drieselmann
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Jörg Drieselmann kennt die Stasi aus seinem unmittelbaren Erleben und aus der kritischen Distanz. Als 18jähriger wurde er verhaftet und als angeblicher „Rädelsführer einer staatsfeindlichen Gruppierung“ zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte ein Plakat gemalt, auf dem die Zahl der an der innerdeutschen Grenze Erschossenen genannt wurde. Sein Vernehmungsoffizier teilte ihm mit, dass auch die Wahrheit „Hetze“ sein kann. Später wurde er zum langjährigen Leiter des Stasi-Museums, der Gedenkstätte in der Normannenstraße. Er spricht am Beispiel seiner eigenen Geschichte und als Interpret der aufschlussreichen Erzählung vom Gemüsehändler aus Prag aus dem Buch „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ von Václav Havel über die wahren Botschaften von politischen Parolen und von anderen Gesinnungsnachweisen wie aktuell der FFP2-Maske.

Michael Gaedt
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Die Karriere von Michael Gaedt in der Welt der leichten Unterhaltung kam ihm wie ein einziges Wunder vor. 35 Jahre hat er durchgeschwitzt vorne am Bühnenrand gestanden und sich verausgabt. Nun hat er überraschend zur Oper gefunden und wurde erfolgreich Regisseur beim „Freischütz“ und der „Entführung aus dem Serail“. Doch so überraschend ist es nicht, denn die Welten liegen nicht so weit auseinander, wie man denken sollte. „Das Neue ist immer dasselbe“, erklärt er. „Ein Drei-Minuten-Popsong ist nichts anderes als ein 120-Minuten-Film in Überlänge. Nur zusammengedampft. Es geht immer um die echten Gefühle, um die echte Angst. Wo kommt sie her? Warum habe ich die Furcht? Wie komme ich darüber hinweg? Wo ist die Liebe?“ Eine Sendung für Freunde und Verächter der Oper gleichermaßen. Und für Freunde des Motorrads.

Ulrich Kutschera
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Es geht um ein heißes Eisen. Besser gesagt um zwei heiße Eisen. Ein heißes Eisen im übertragenen Sinne ist das neue Buch von Ulrich Kutschera mit dem Titel „Corona-Wahn. Schluss mit Virus-Angst, Ekel-Masken und Impf-Manie“. Darin geht es neben einer aktuellen Bestandsaufnahme zur Corona-Lage um das historische Brenneisen, mit dem das Universalgenie E.T.A. Hoffmann einst behandelt wurde. Gibt es da etwa einen Zusammenhang? Ja. Es führt eine heiße Spur von dem medizinischen Drama aus dem Jahre 1822 direkt zur Charité, von den Prinzipien von damals zu den Defiziten von heute.

Prof. Dr. Axel Meyer
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„Es gibt zwei Geschlechter“. „Die Grünen sind das Unglück Deutschlands“. Das sind zwei Aussagen, mit denen man sich heute unbeliebt machen kann. Axel Meyer, der aus der Eulenspiegelstadt Mölln kommt, und vermutet, dass er ebenso den Schalk im Nacken hat wie die berühmte Legendenfigur, scheut sich nicht, Wahrheiten auszusprechen, die er für wichtig hält. Er ist Evolutionsbiologe. Er spricht über sein Buch „Adams Apfel und Evas Erbe“ und über seine akademische Karriere in den USA, die ihm einen vergleichenden Blick im großen Maßstab ermöglicht hat. Er erzählt von „woken Jeans“, von der „Todesformel DIE“ und anderen Tollheiten. Nein, auch in den USA ist nicht alles perfekt und aus seiner Sicht ist Deutschland Weltmeister im Sich-selbst-schlecht-reden. Zum Glück hat er sich trotz unerfreulicher Wahrheiten die gute Laune und den Optimismus bewahrt.

Uwe Friesel
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Sollten sich Schriftsteller, um ihre Interessen durchzusetzen, gemeinsam mit Journalisten und Druckern der Gewerkschaft IG Druck und Papier anschließen, wie es Heinrich Böll vorschwebte, und wie es dann auch 1971 mit der Gründung des Schriftstellerverbandes VS geschah? Oder sollten sie, wie es Martin Walser vorschwebte, lieber eine „Industriegewerkschaft Kunst“ ins Leben rufen, zusammen mit Malern, Tänzern und anderen Künstlern? Schwer zu sagen. Schriftsteller sind offenbar schwierig. Sie sind Einzelgänger. Uwe Friesel erzählt von den „berühmten vier Uwes“ aus Hamburg und von den Anfängen des VS, sowie von der heiklen, aber letztlich geglückten Zusammenführung des Schriftstellerverbandes der BRD mit dem der DDR. Er nimmt uns mit nach New York auf die Bühne der internationalen Politik des PEN, wo man die „Macht der Literatur handgreiflich“ spüren konnte, und führt uns wieder zurück in die Sprachwelt des Friesischen und die Bedeutung eine Sprachgemeinschaft für unsere Identität.
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